{"conference_events":{"events":[{"id":1100,"guid":"4c67bde2-f387-4ba4-af2b-90a08d5d70c7","title":"Acquisition of nominal phrase in written L2 French : errors and strategies","language":"en","subtitle":null,"description":"This paper focuses on the nominal phrase in the written texts of French language students at the Faculty of Philology in Belgrade. The goal of the paper is to identify the parts of the target language system that students still have difficulties mastering, even after three years of studying French at the University, and the strategies they use to overcome these difficulties. We analyze the errors third-year students of French made in the nominal phrases in the argumentative essays they wrote. Some of the identified errors are article choice errors, gender and number errors, errors in order of the elements, agreement errors etc. When making errors, students either partially follow the rule or overgeneralize the rules they learned. The errors result from substitution, omission or addition of the elements. In most cases, the errors are intralingual, resulting from the target language itself; but in some cases, we also found errors resulting from the negative transfer from the students’ native language – Serbian. It is interesting to note that even at the advanced stages of second language acquisition there are still errors in the use of categories for which we would presume they have already been acquired and mastered in the first year of French language studies.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"53e6de51-09c5-53af-8701-2a9d7c71f6ef","id":852,"image":null,"name":"Emilija Milojević","public_name":"Emilija Milojević","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1045,"guid":"08a223df-6018-4a04-bb96-27012b56c4ed","title":"Are neural networks all you need?","language":"en","subtitle":"A critical perspective on neural networks and evaluation benchmarks","description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nWhile neural networks have solid applications, when we talk about neural architectures, the code that is used to enable training objectives is seldomly discussed. In this talk we will examine a number of pre-training and post-training steps of word2vec, GloVe and SentenceTransformer, and how they can be used to improve traditional (e.g BOW) models. We will see how we can use \"clever tricks\" found while experimenting with neural networks and apply them directly to distributional problems such as word and sentence embeddings. We will also take a critical look at the underlying evaluation benchmarks and how neural networks perform well.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":"/system/events/logos/000/001/045/original/craiyon_103303_Are_neural_networks_all_you_need_.png?1693298330","type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Computational Linguistics","abstract":"In the past few years we have seen rapid growth of neural-network based architectures solving a variety of NLP tasks with impressive benchmarks. However, very little has been said about the \"pipeline code\" enabling these improvements. This talk examines why neural networks by themselves are not the singular drive of improvement.","speakers":[{"guid":"2169c78b-fd34-588f-be17-7b98f6830fc6","id":925,"image":null,"name":"Lennard Berger","public_name":"Lennard Berger","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1053,"guid":"34e49b83-bfb3-48ef-aeaf-802c4f948b80","title":"Aspektualität in Deutsch und Deutscher Gebärdensprache (DGS)","language":"de","subtitle":"- ein Vergleich","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"Aspekt markiert (Nicht-)Vollendung eines Geschehens, es handelt sich anders als beim Tempus somit um eine interne zeitliche Struktur von Vorgängen. Während in der Deutschen Gebärdensprache bestimmte Verben nach mehreren Aspektkategorien flektieren können, stellt Aspekt im Deutschen keinen eigenständigen Konjugationsparameter dar. Trotzdem kann Aspekt beispielsweise durch den \"am-Progressiv\" markiert werden: Ursprünglich dialektal als \"rheinische Verlaufsform\" bezeichnet, breitete sich die Konstruktion aus am + substantiviertem Verb (Ich bin am Arbeiten) im gesamten deutschsprachigen Raum aus .Thema meiner Bachelorarbeit und dieses Vortrags ist damit der literaturbasierte, aber auch korpusgestützte Vergleich von Aspekt in deutscher Laut- und Gebärdensprache.","speakers":[{"guid":"29373f9e-5754-5d72-966e-4866cc4dabdd","id":884,"image":null,"name":"Isabeau Lettow","public_name":"Isabeau Lettow","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1074,"guid":"0bafc2e2-2e81-44a0-9ec1-34bd7fc94faf","title":"Bewegende Emotionen  ","language":"de","subtitle":"Die Auswirkungen nicht-referenzieller Gesten auf die Wahrnehmung und das Emotionsverständnis von Kindern","description":"Dieses theoretisch ausgearbeitete Experiment hat zum Ziel, den Einfluss von Gesten auf die Emotionswahrnehmung bei Kindern zu erforschen und insbesondere den Zusammenhang zwischen nicht-referenziellen Gesten und dem Verständnis von Emotionen bei Kindern im Alter von zwei bis fünf Jahren zu untersuchen. Das experimentelle Design umfasst die Vorführung von Emotionen in Form von Videos, gefolgt von strukturierten Fragebögen und Einzelgesprächen, um das Verständnis der Kinder für die dargestellten Emotionen zu bewerten. Darüber hinaus zielt die Studie darauf ab, die Interpretation der Kinder von nicht-referenziellen Gesten - insbesondere Taktgesten - genauer zu verstehen und wie diese die Emotionswahrnehmung beeinflussen können. Durch die Betonung der Rolle von nicht-referenziellen Gesten soll diese Studie unser aktuelles Verständnis darüber vertiefen, wie Kinder Emotionen wahrnehmen und interpretieren.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema  „Gesten und Emotionen“. Es beschreibt, wie vor allem die nicht-referenziellen Taktgesten einen Einfluss darauf haben können, wie Kinder Emotionen aufnehmen und verstehen. Es wird dafür ein theoretisch ausgearbeitetes Experiment vorgestellt, welches dies untersucht. ","speakers":[{"guid":"6c7c3f3e-c270-52d1-a0ad-657745efba15","id":947,"image":null,"name":"Janneke de Vries","public_name":"Janneke de Vries","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1117,"guid":"2b33ce2c-8b43-48d5-be6a-d703f9541e7d","title":"BuFaTa","language":"de","subtitle":"Bundes-Fachschaften-Tagung","description":"BuFaTa-Vernetzungstreffen\r\nBeim BuFaTa-Vernetzungstreffen möchte das BuFaTa-Referat mit allen interessierten Personen über die BuFaTa ins Gespräch kommen. Das Treffen soll die Gelegenheit zu einem informellen Austausch geben, in dem besprochen werden kann, was die BuFaTa ist und was sie sein kann/soll. Insbesondere Interessierten ohne Erfahrung mit der BuFaTa soll hier die Gelegenheit gegeben werden, sich näher zu informieren und ins Gespräch zu kommen.\r\n\r\n\r\nBuFaTa-Plenum\r\nDas BuFaTa-Plenum ist die zentrale Veranstaltung der BuFaTa. Hier werden alle Angelegenheiten der BuFaTa besprochen und ggf. Beschlüsse gefasst. Zudem stellt der AK Ausstattung hier seine Arbeit vor. An den Plenum sind alle interessierten Personen eingeladen teilzunehmen, die Mitgliedschaft in einer studentischen Vertretung ist nicht nötig.\r\n\r\nArbeitskreis Ausstattung\r\nNicht erst seit kurzem leiden viele unserer Studiengänge und Institute unter chronischer Unterfinanzierung und den daraus resultierenden schlechten Studienbedingungen. Oft werden deshalb Studienmittel, Mitarbeiterstellen, Professuren oder gar ganze Studiengänge und Institute gestrichen.\r\nDeshalb haben wir den Arbeitskreis “Ausstattung und Situation sprachwissenschaftlicher Studiengänge” gegründet. Unser Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über eure Studienbedingungen und die Situation eurer Studiengänge und Institute zu bekommen.\r\nIm Rahmen dieses Arbeitskreises haben wir eine Umfrage zum Thema erstellt und an viele Fachschaften verschickt. Die Ergebnisse der Umfrage möchten wir auf unserer Sitzung in Wien besprechen. In einem nächsten Schritt können wir dann gemeinsam überlegen, was wir als bundesweite Vereinigung unternehmen können, um die Situation unserer Institute und Studiengänge zu verbessern.\r\nWenn ihr Interesse habt, euch an unserem Arbeitskreis zu beteiligen, kommt gern vorbei oder schreibt einfach eine Mail an ak-ausstattung@bufata.stuts.de","duration":5100,"time_slots":17,"logo":null,"type":"other","do_not_record":false,"track":null,"abstract":null,"speakers":[{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":973,"image":null,"name":"Quentin Zimdars","public_name":"Quentin Zimdars","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T12:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T13:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1121,"guid":"07d7dde8-217b-4ade-8903-6cc502025aaf","title":"BuFaTa Arbeitskreis","language":"de","subtitle":null,"description":"Arbeitskreis Ausstattung\r\nNicht erst seit kurzem leiden viele unserer Studiengänge und Institute unter chronischer Unterfinanzierung und den daraus resultierenden schlechten Studienbedingungen. Oft werden deshalb Studienmittel, Mitarbeiterstellen, Professuren oder gar ganze Studiengänge und Institute gestrichen.\r\nDeshalb haben wir den Arbeitskreis “Ausstattung und Situation sprachwissenschaftlicher Studiengänge” gegründet. Unser Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über eure Studienbedingungen und die Situation eurer Studiengänge und Institute zu bekommen.\r\nIm Rahmen dieses Arbeitskreises haben wir eine Umfrage zum Thema erstellt und an viele Fachschaften verschickt. Die Ergebnisse der Umfrage möchten wir auf unserer Sitzung in Wien besprechen. In einem nächsten Schritt können wir dann gemeinsam überlegen, was wir als bundesweite Vereinigung unternehmen können, um die Situation unserer Institute und Studiengänge zu verbessern.\r\nWenn ihr Interesse habt, euch an unserem Arbeitskreis zu beteiligen, kommt gern vorbei oder schreibt einfach eine Mail an ak-ausstattung@bufata.stuts.de","duration":5400,"time_slots":18,"logo":null,"type":"meeting","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":null,"speakers":[],"start_time":"2023-10-27T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T11:30:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1122,"guid":"46522fcd-cf64-4877-a213-25dfbabaead2","title":"BuFaTa Vernetzungstreffen","language":"de","subtitle":null,"description":"BuFaTa-Vernetzungstreffen\r\nBeim BuFaTa-Vernetzungstreffen möchte das BuFaTa-Referat mit allen interessierten Personen über die BuFaTa ins Gespräch kommen. 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In the second world war, propaganda played a huge role in establishing the dictatorship’s ideology and driving the war. In present times, it is very noticeable in the Ukrainian war, especially when looking at how consistently the Russian government enforces censorship throughout their media outlets. But censorship doesn’t have to be connected to wars only. It is everywhere. Hollywood has dictated what could be discussed in films for a long time (see e.g. Bernstein 2000). Some American presidents, like Bush or Trump, are known to have used the press to their advantage to win elections (see e.g. Borjesson 2004). \r\n\r\nThe topic of my talk will orientate itself around my master’s thesis, which I will begin in October. In my master’s thesis, I will look at how the language used in three speculative fiction novels influences and controls the fictional society.\r\n\r\nThis talk will begin with a short introduction to what censorship is. Then we will have a closer look at the key features of “Newspeak”, the constructed language of Nineteen Eighty-Four (1949) by George Orwell, which was designed to manipulate the fictional society into accepting the ideology of the totalitarian regime in the novel. The last section of my talk will compare these key features to the Russian censorship imposed on their media in February 2022, shortly after the invasion of the Ukraine began.\r\nI am looking forward to questions and further ideas I can use in going forth with my MA thesis.\r\n\r\n\r\nReferences:\r\nBernstein, Matthew, ed. 2000. Controlling Hollywood: Censorship and Regulation in the Studio Era. London: The Athlone Press.\r\nBorjesson, Kristina, ed. 2004. Zensur USA: Wie die amerikanische Presse zum Schweigen gebracht wird. Zürich: Pendo Verlag.\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":"In my talk, I would like to introduce the basics of censoring language in the media, the effects this can have on a society, and how this can be applied to literature (in particular, in Orwell’s ‘Nineteen Eighty-Four’)","speakers":[{"guid":"cc0e5e6d-3adb-5253-8074-49320211a79c","id":950,"image":null,"name":"Annika Stanitzok","public_name":"Annika Stanitzok","abstract":"Hi! I am a master’s student from the Ludwig-Maximilians-University Munich, Germany, in the course “English Studies”. I also work as an editor at the Rachel Carson Center (RCC), an environmental humanities research center of the LMU.","description":null,"links":[{"url":"https://www.carsoncenter.uni-muenchen.de/staff_fellows/editorial_communications/annika_stanitzok/index.html","title":"RCC Profile"}]}],"start_time":"2023-10-28T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1077,"guid":"1e6f6d72-e01d-4f85-bc7f-7b377bdb01b9","title":"Chamorro fieldwork (online): The borrowed article un ","language":"en","subtitle":null,"description":" Articles about our project from summer last year were published in our university's newspaper up2date and in a Guamanian newspaper called The Guam Daily Post. Furthermore our research team (consisting of me and two fellow students) was invited by the Micronesian Area Research Center (MARC) to participate in an international conference to showcase our research.","duration":1800,"time_slots":6,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"As part of my practical semester I was able to conduct online fieldwork. I worked together with speakers of the indigenous language of the Mariana Islands called Chamorro (alternative spelling: CHamoru). Due to the colonization of the Spanish Empire starting from the 16th century until the end of the 19th century it was heavily influenced by Spanish and adopted a lot of Hispanisms. One of the borrowed words, and the focus of this project, is the article un. It integrated itself into the system of determiners that previously consisted of the common article i and the zero article. This integration interferes with the definiteness based split-ergative system. un is used to introduce new discourse participants which are high in topicality and are specific-referential. They are known to the speaker but not to the listener. When an object is high in topicality and definiteness an ergative-absolutive pattern is very likely to be used. As topicality and definiteness is a continuum, un is being used for a more distinct measurement. Before the Spanish influence, the common article i was used instead of the borrowed un. My goal for the fieldwork was to find out when exactly the un article is being used and how far the integration into the system of determiners has progressed. I created an online questionnaire with different Chamorro sentences for the participants to fill out. At first I presented them with multiple versions of the same sentences which only differed in the topicality and definiteness of the object and asked about their grammaticality. Afterwards I presented them with sentences with un from the Chamorro corpus in which I replaced the un with either the common article i or the zero article and asked about their grammaticality again. ","speakers":[{"guid":"c9642fbc-7d9b-50e9-a41a-d3c72f9b3f93","id":949,"image":null,"name":"Lisa Schremmer","public_name":"Lisa Schremmer","abstract":"I am 22 years old and am studying Linguistics and German at the University of Bremen. I will be in my 7th semester this wintersemester. My pronouns are she/her.","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T12:30:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1080,"guid":"e42061f7-a303-4cba-8532-c0e93e3fb49b","title":"Chit-chatting about ideophones and morphosyntactic integration","language":"en","subtitle":null,"description":"The inventory of ideophones in Korean and Japanese is massive, at least in popular comparison to well-studied Indo-European languages (Heine 2023: 146). While the debate on ideophones' status regarding their function and lexical category is ever-ongoing, this work is concerned with the degree of grammatical integration ideophones have in a language and the correlation of that integration with their capacity for predication. Using a sample of ideophones specific to the conceptual domain of FEAR from Korean, Japanese, English and German, I aim to find some answers to the question of whether grammatical integration (i.e. prosodic integration, negatability, variable morphology, constituency) might be proportional to the degree to which an ideophone can predicate over the rest of a sentence. I hypothesize that there is a positive correlation: While in languages with poorer integration like German and English, adverbial and quote-like constructions (e.g. \"the car went 'boom'!\") predicate more indirectly using ideophones, there are a number of reasons that could cause ideophones in Korean and Japanese to be more prevalent in predication. Among these are productivity in forming new ideophones, their sociolinguistic status, the general grammatical means of forming predicates in both languages, and possibly even the at-issueness status of ideophones in different parts of utterances (cf. Barnes et al. 2023).\r\n\r\nSince this is only work-in-progress, I invite all those interested to join and discuss!\r\n\r\nReferences:\r\nHeine, Bernd. 2023. The Grammar of Interactives. Oxford University Press.\r\nBarnes, Kathryn Rose, Cornelia Ebert, Robin Hörnig \u0026 Theresa Stender. 2022. The at-issue status of ideophones in German: An experimental approach. Glossa 7(1).","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"The morphosyntactic capacities of ideophones vary strongly between languages. In this presentation, I talk about ideophones of FEAR in Korean, Japanese, English and German and the differing way in which they can be used as predicates. ","speakers":[{"guid":"353bd5cb-d5ba-54e2-ad9f-77249b998318","id":578,"image":"/system/people/avatars/000/000/578/original/MogensMastracchio-Small-150x150.jpeg?1697723415","name":"Mogens Mastracchio","public_name":"Mogens Mastracchio","email":"brmas100@hhu.de","abstract":"(at) mostracchio","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1116,"guid":"fa28eacc-7801-4a7e-8bee-e3a0dd9e6497","title":"Closing Plenary","language":"en","subtitle":null,"description":null,"duration":9000,"time_slots":30,"logo":null,"type":"other","do_not_record":false,"track":null,"abstract":null,"speakers":[],"start_time":"2023-10-28T17:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T19:30:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1057,"guid":"a3571bdb-d426-497b-b7a2-0eb7a067a537","title":"„Code-switching und Mehrsprachigkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien:","language":"","subtitle":"Spracherleben und Sprachverhalten von Sprecher*innen und Zuhörer*innen bezüglich der Gefühle des Un-/Wohlseins und der Un-/Sicherheit“","description":"Ziel dieser Studie ist es Wahrnehmungen und sprachbedingtes Verhalten von Sprecher*innen in öffentlichen Verkehrsmitteln in Wien zu untersuchen, welche auf Sprache und Mehrsprachigkeit zurückzuführen sind. Zudem sollen vor allem die Gefühle des Un-/Wohlseins sowie der Un-/Sicherheit in Bezug auf Sprache und Mehrsprachigkeit, in öffentlichen Verkehrsmitteln, beleuchtet werden. Hier gibt es zwei Dimensionen, die in dieser Arbeit untersucht werden: Menschen in öffentlichen Verkehrsmitteln als Sprecher*innen und als Zuhörer*innen. Unter Bezugnahme des Konzeptes des Spracherlebens und Forschungsergebnissen zu Sprache und Emotionen, sowie Theorien zu Sprachideologien und Sprachregimen, untersucht die Studie, wie und ob mehrsprachige Personen mit Deutsch als Nicht-L1-Sprache und Sprecher*innen mit Deutsch als L1 entscheiden, ob sie in öffentlichen Verkehrsmitteln eine Sprache sprechen oder nicht, abhängig von verschiedenen Faktoren und Situationen. Weiterhin werden die Einstellung und die unmittelbare Reaktion der Teilnehmer*innen als Zuhörer*innen nicht-deutscher Sprachen im Öffentlichen Verkehrsmitteln untersucht. Zu diesem Zweck wurden qualitative halbstrukturierte Interviews durchgeführt, bei denen 7 Nutzer*innen des öffentlichen Verkehrs in Wien ausgewählt und befragt wurden. Die Transkripte wurden analysiert und Themen und Unterthemen wurden herausgearbeitet. Die Ergebnisse zeigen, dass bei den Teilnehmer*innen mit einem Migrationshintergrund die Gefühle des Un-/Wohlseins sehr stark mit den von ihnen oder anderen gesprochenen Sprachen verbunden sind, während dies bei Deutsch-L1-Sprechern weniger der Fall zu sein scheint und hier eher neutrale und ambivalente Gefühle dominanter sind. Als Zuhörer*innen gibt keiner der Teilnehmer*innen an, eine negative Einstellung oder ein Unbehagen gegenüber einer Sprache gehabt zu haben, jedoch scheinen die Sprecher*innen mit einem Migrationshintergrund, sich ihres eigenen Verhaltens in dieser Situation bewusster zu sein. Darüber hinaus haben Sprecher*innen mit einem Migrationshintergrund weitere Faktoren in ihrem Umfeld genannt, die zu Gefühlen der Unsicherheit und des Unwohlseins beitragen können.\r\nSchlüsselwörter: Mehrsprachigkeit, Code-Switching, Spracherleben, Sprache und Emotionen\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"d33df549-923c-5c46-9705-57ea947b1b04","id":933,"image":null,"name":"Fatemeh Asadi Pour","public_name":"Fatemeh Asadi Pour","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T15:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T15:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1107,"guid":"1e538774-aa4c-4bfd-96ba-802d704d28f3","title":"Colloquial Upper Sorbian and the Sentence Bracket","language":"en","subtitle":"Sketching a Minimalist Analysis","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Theoretical Linguistics","abstract":"In Colloquial Upper Sorbian, a variety of Sorbian spoken in upper Lusatia, sentences which utilize auxiliary verbs usually exhibit a Sentence Bracket. This syntactic configuration is characterized by an auxiliary in an early position which is separated by other constituents from the main verb in a late (often final) position. In a 2006 chapter, Breu \u0026 Scholze argue against analyzing the early auxiliary position as V2, or as syntactically conditioned. Instead, they propose a phonological explanation for the auxiliary placement (Breu \u0026 Scholze (2006):51).\r\nIn this talk, I argue that the early auxiliary position, while not V2, is in fact syntactically conditioned and propose a minimalist analysis of the phenomenon, along with a sketch of the underlying structure of the Colloquial Upper Sorbian declarative clause in general.\r\n\r\n\r\nBibliography\r\n\r\nBreu, Walter \u0026 Lenka Scholze. 2006. Sprachkontakt und syntax. zur position des verbs im modernen Obersorbischen. In Tilman Berger, Jochen Raecke \u0026 Tilmann Reuther (eds.), Slavistische Linguistik 2004/2005 : Referate des XXX. Konstanzer Slavistischen Arbeitstreffens, Klagenfurt, 13. - 17. September 2004 und Referate des XXXI. Konstanzer Slavistischen Arbeitstreffens, Freudenstadt, 19. - 23. September 2005 (Slavistische Beitr ̈age 453), 41–88. Munich: Sagner.\r\n","speakers":[{"guid":"8e6c9390-75d4-5a20-a75c-47ad2549da13","id":520,"image":"/system/people/avatars/000/000/520/original/frab1.jpg?1745848613","name":"Hendrik Pigola","public_name":"Hendrik Pigola","email":"hendrik.pigola@proton.me","abstract":"PhD Student @ HU Berlin\r\nCurrently working on: Changes in the aspectual system of Yucatec Maya\r\nFields: Typology, aspect semantics/pragmatics, syntax\r\nInterests: analogy, grammaticalization, extended exponence, diachronic approaches to irregularity","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1082,"guid":"eeaf584d-3697-4dfc-91a3-54b741998f2c","title":"Consonant F0 effects. A case study on Catalan ","language":"en","subtitle":null,"description":"In many languages of the world, it has been consistently observed that vowels differ in their fundamental frequency (F0) due to intrinsic characteristics, such as their height but also due to extrinsic factors such as preceding segments. In the case of the latter, voiceless obstruents generally increase the F0 values of the following vowel while voiced obstruents tend to decrease it (House and Fairbanks 1953, Lehiste and Peterson 1961). The phenomenon, widely considered to be a phonetic universal, has been proposed in the literature to be caused by automatic but also controlled factors through so-called ‘phonetic knowledge’ (Kingston and Diehl, 1994). True large-scale investigation of this phenomenon has, however, been limited. In this study, we investigated consonant F0 effects (henceforth CF0) in the Catalan vowel system using a large-scale speech corpus. We employed the Common Voice Catalan Dataset with around 240 hours of recordings and more than 32.000 individual vowel segments from 200 Catalan speakers (Ardila et al., 2020). The methodology employed for curating and extracting the measurements is described in the VoxCommunis Corpus (Ahn and Chodroff, 2022). We found that voiceless obstruents preceding vowels significantly increased vowel F0 values as compared to voiced obstruents, confirming the existence of CF0 in the Catalan vowel system. Moreover, we found a robust and highly significant positive correlation between the mean onset F0 values following voiceless and voiced stops across speakers, indicating a predictable difference across speakers (r = 0.82, p \u003c 0.001). A simple linear regression revealed that the difference tended to decrease as F0 increased. Overall, the results of our study reinforce the validity of extant observations on CF0 effects cross-linguistically by making use of a large, freely accessible database, highlighting the potential of multilingual large corpora for investigating possible phonetic universals. ","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Phonetics and Phonology","abstract":null,"speakers":[{"guid":"65a4c167-1ebe-5168-8e36-2e1a7b41f179","id":946,"image":"/system/people/avatars/000/000/946/original/IMG-20230810-WA0140__01.jpg?1695049040","name":"Bogdan Pricop","public_name":"Bogdan Pricop","email":"bogdan.pricop@uzh.ch","abstract":"I am a master student at the University of Zurich focusing on phonetics and speech sciences with an interest in quantitative research of phonetic universals, large corpora and programming.","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1102,"guid":"a1e39681-8b32-4bae-97dd-708d84fca917","title":"Conveying parody in multimodal discourse: a case study of several parodies of an apology video by Coleen Ballinger","language":"en","subtitle":null,"description":"This paper investigates different aspects of parody as a genre performed in a multimodal setting on the basis of selected videos created in response to an apology video by Coleen Ballinger entitled hi. (among them those made by Jackfilms, MeatCanyon, Abe Timm and oeod animation). Berger (2016: 123) defines parody as deployment of conscious intertextuality with a source (be it a text, a style of an author or a particular genre) in such a way so as to produce humorous effects. The aims of this paper are to determine which verbal and non-verbal elements are deployed to establish intertextuality and convey parody, which aspects of the source material are subjected to parody, as well as to compare all selected videos in order to discover relevant similarities and differences among them. As the author of the apology performs it whilst playing the ukulele throughout the entire video, music is a significant element in all parodies, but in different fashion. In one of the videos parody is achieved not by modifying the verbal or melodic aspects of the source material, but by offering animations of an imagined scenario of the author of the apology using the exact song in a courtroom. In others, the authors of parodies either play their own compositions on the ukulele, or the animated characters do. The explicitness of reference to the content is different – in some the author of the apology remains the same (e. g. in the animated parodies), in some direct quotations from the source text can be found or recognized as alluded to, while one of the parodies uses the fictional character of Joker from the Batman comics as the one apologizing while playing the ukulele, which is why connections to the source of the parody are not those of explicit content, but those of the manner and the act itseld, and quite possibly the conscious choice of selecting a villain as the person performing the apology.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"fe768141-3684-54e7-be63-a014a2cd8bd9","id":963,"image":null,"name":"Ana Arsić","public_name":"Ana Arsić","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1112,"guid":"99204c84-69d3-49e6-9109-062f112c7506","title":"Das Adjektiv – eine kategorielle Melange?","language":"de","subtitle":null,"description":" Adjektive sind – nicht nur im Schulunterricht – eine seltsame Wortart. Im Deutschen (und nicht nur dort) sind sie nur syntaktisch von den Adverbien zu unterscheiden: Wie Adjektive (Typ schneller Tanz, lustiger Hund) sind Adverbien in der Regel z.B. komparierbar und modifizieren das Bezugslexem (wie bei schneller tanzen). Doch nicht nur dieser Umstand macht eine morphologische Bestimmung von Adjektiven schwierig. Adjektive lassen sie sich auch semantisch nicht gut fassen, denn nicht alle Adjektive sind Eigenschaftswörter.\r\nSo finden sich Bezeichnungen für Eigenschaften auch bei Substantiven (wie Wut) oder Verben (wie sich ähneln). Umgekehrt sind nicht alle Adjektive Eigenschaftswörter, was bspw. die relationalen Adjektive (wie gesetzlich, ehelich, studentisch) beweisen.\r\nGibt es also kein adjektiv-spezifisches Kriterium zur Bestimmung? Noch „schlimmer“ wird es beim Blick in den Sprachvergleich: Adjektive finden sich nicht in allen Sprachen. Doch warum hat das Deutsche dann trotzdem Adjektive und wie lassen sich diese grammatisch valide bestimmen?\r\nAusgehend von gängigen Klassifikationsversuchen bzw. der problematischen Fassbarkeit des Konzepts „Wortart“ gibt der Vortrag vor diesem Hintergrund zunächst einen Überblick, wie Wortarten übereinzelsprachlich bestimmt werden, um dann auf das Deutsche zu kommen.\r\n\r\nEs wird gezeigt, dass Wortarten nach lexikalischer Fassung tatsächlich entweder entbehrlich wären und gleichzeitig aber, wie am Beispiel der relationalen Adjektive illustriert, zu viele Ausnahmen zu semantischen \r\nWortartbeschreibungen übrigblieben. Daher gilt es, nach formalen, d.h. grammatischen Kriterien der Wortartbestimmung zu suchen. Dabei rücken syntaktische wie morphologische Aspekte gleichermaßen in den Fokus. Im Vortrag wird auch mit einem Exkurs in die Sprachgeschichte illustriert, dass einerseits morphologische Marker (Derivationssuffixe) keineswegs sprachhistorisch arbiträrer Ballast sind, sondern wichtige grammatische Aufgaben (z.B. Transposition und semantische Modifikation) für das System des Gegenwartsdeutschen erfüllen. Andererseits existieren neben dem belegbaren Anteil in der Sprache parallel dazu auch Beschränkungen (sogenannte Restriktionen), die im Sprachmaterial systematisch nicht belegbar, d.h. ebenfalls nicht zufällig verteilt sind.\r\nWie eine Art Ying (Distribution) und Yang (Restriktion) ergänzen sich so beide Prinzipien der sprachlichen  Strukturbildung und gewährleisten, dass sich Adjektive in systematisch geformten Mustern ausbilden, die ihrerseits wiederum geeignet sind, syntaktische Bezüge zu anderen Wortarten (v.a. dem Nomen) einzugehen, wobei die Bezugnahme mit dem Bezugslexem auch semantisch nicht arbiträr ist.\r\nAdjektive im Deutschen erweisen sich, wie gezeigt wird, also als eine hochmotivierte Wortart, die einer Melange von Nomen und Verb gleichkommt. Ihre morphosyntaktischen Distributions- und Restriktionsprinzipien jedoch sind im Deutschen gleichermaßen grammatikalisiert – sie sind in diesem Sinne motiviert adjektivspezifisch","duration":3900,"time_slots":13,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Theoretical Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":968,"image":null,"name":"Martina Werner","public_name":"Martina Werner","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T17:45:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T18:50:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1047,"guid":"98bcc7e5-aff2-4594-9495-e1873fdbd4b6","title":"Das gehören-Passiv in der österreichischen Standard(schrift)sprache","language":"de","subtitle":"Eine Analyse des Austrian Media Corpus (amc)","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Corpus Linguistics","abstract":"Meine (noch nicht fertig gestellte) Masterarbeit im Bereich der germanistischen Sprachwissenschaft beschäftigt sich mit einer – im Gegensatz zu anderen ähnlichen Konstruktionen – bislang weniger erforschten passivischen Form, dem sogenannten gehören-Passiv. Dieses setzt sich aus dem Verb gehören (anstatt eines anderen üblichen Auxiliars) und dem Perfektpartizip eines semantiktragenden Verbs zusammen.\r\nGrundsätzlich wird auf die Theorie der Grammatikalisierung eingegangen, im Besonderen auf deutsche Passiv-Formen, um anschließend vor diesem Hintergrund auf die Konstruktion mit gehören den Fokus zu legen, die (hauptsächlich) in zwei Artikeln von Szatmári (2002) und Stathi (2010) unter verschiedenen Aspekten bereits behandelt wurde.\r\nZur Untersuchung der Passiv-Form werden Daten aus dem Austrian Media Corpus (amc) verwendet, einem Zeitungskorpus aus österreichischen Medien, das zum Austrian Centre for Digital Humanities and Cultural Heritage (ACDH-CH) an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gehört und der sprachwissenschaftlichen Betrachtung der deutschen Sprache in Österreich dient. Die Zeitungstexte und Pressemitteilungen, die hierfür von der Austria Presse Agentur (APA) bereitgestellt werden, können nach dem Kräftemodell Ammons (1995: 79) als Modelltexte für die Herausbildung standardsprachlicher Varietäten gesehen werden, weshalb bei einer Betrachtung des gehören-Passivs in einem derartigen Korpus Aussagen über die Verwendung im Kontext der (schriftlichen) Standardsprache getroffen werden.\r\nDas Korpus wurde auf die Zeit ab 2010 eingeschränkt, die relevanten Daten wurden über die Korpussuchmaschine extrahiert und durch einen eigens geschriebenen Python-Code unter Zuhilfenahme des Packages spaCy weiterverarbeitet sowie über Natural Language Processing (NLP) automatisch annotiert.\r\nIm Moment befinde ich mich in der Datenanalyse, zu deren Zweck einerseits eine größere Menge Daten (ca. 39.000 Belege) für quantitative Übersichtsergebnisse genutzt und andererseits ein randomisiertes Sample von 500 Belegen genauer untersucht wird. Wichtig sind hierbei in erster Linie die Formen des gehören und die Semantik des Verbs im Perfektpartizip. Weitere Aspekte wie beispielsweise konzeptionelle Mündlichkeit oder das Vorkommnis von Präpositionalphrasen und Agens-Anschluss im Kontext der Konstruktion werden beim kleineren Sample qualitativ analysiert und annotiert.\r\nDurch dieses Vorgehen sollen sowohl weitere Erkenntnisse über die Konstruktion im Allgemeinen gewonnen als auch erstmals ein Blick auf das gehören-Passiv in einem dediziert österreichischen Korpus geworfen werden.\r\n","speakers":[{"guid":"0c379d8a-bcab-56b3-b506-51c8b424795d","id":926,"image":null,"name":"Claudia Mattes","public_name":"Claudia Mattes","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T15:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1042,"guid":"5b2cc4d9-5b67-4763-871a-474ae21c4642","title":"Die paarigen Körperteile im Slowenischen: eine vergleichende Studie","language":"de","subtitle":null,"description":"Die paarigen Körperteile lassen sich universell oft anders als normale Pluralbildung ausdrücken, denn sie sind von Bedeutung her grundlegend und zeigen morphologische Anomalien. Außer Singular und Plural kennt die slowenische Sprache noch Dual, das heute noch im aktiven Gebrauch ist. Normalerweise sollen jede zwei Lebewesen bzw. zwei Gegenstände mit Dualbildung bezeichnet werden. Bei paarigen Körperteilen allerdings findet man die Ausnahme: bei genereller Bezeichnung verwendet man doch das Plural, nur mit Betonung auf die \"Zweiheit\" tritt die Dualbildung auf. Darüber hinaus werden einigen Körperteilen die pluralia tantum zugeteilt, obwohl sie eigentlich als ein ganzes Organ verstanden werden sollen. Fritz (2011) bezeichnet es als „intrinsischer Dual“, wobei die beiden Possessoren als ein ganzes Paar verstanden werden soll. Bei \"Augen\" ist sogar ein Genuswechsel zu beobachten: das plurale tantum für \"Augen\" (oči) hat ein anderes Genus als die Singularform \"Auge\" (oko). Toporišič (2000) meinte, dass solche Pluralbildung auch bei Kleidungen mit paarigen Elementen (z. B. Hose, Socken) und biologischen Paaren (Eltern, Zwillinge) zu sehen ist. Diese Studie handelt sich allerdings nur um die Körperteile. Beweise von anderen indogermanischen Sprachen zeigen auch ähnliche Ausdrucksweise der paarigen Körperteile. Im Tocharischen, zum Beispiel, gibt es ein besonderer Numerus, nämlich das Paral, das speziell für paarige Körperteile und andere duale Kombinationen ausgedacht ist. Laut Krause \u0026 Thomas (1960) verfügt das Tocharische über einen besonderen Endungssatz für Paral, der morphologisch unabhängig vom Dual ist. Die synchrone, pragmatische Analyse sowie die diachrone, etymologische Erklärung der betroffenen Lexeme werden hier eingeführt, um dieses Problem zu elaborieren. Diese paarigen Körperteile sind: Augenbrauen (brvi), Augen (oči, očesa), Ohren (ušesa), Nasenhöhlen (nosnice), Wangen (lica), Mund (usta), Lippen (ustnice), Arme/Hände (roke), Schulter (rame; ramena), Lunge (pljuča), Rippen (rebra), Busen (prsi), Nieren (ledvice), Seiten des Körpers (boki), Hintern (zadnjice; ritnice), Eierstöcke (jajčniki), Hoden (moda), Knien (kolena), Beine/Füße (noge), (Hand-/Fuß-)Knöchel (gležnji) usw. Diese Studie stellt die Altertümlichkeit der Ausdrücke für paarige Körperteile für Lebewesen dar, und erklärt die Beschränkung der Anwendung des Dualis bei körperlichen Teilen im Slowenischen. Zur vergleichenden Studie sind Tocharisch und ein paar andere indogermanische Sprachen als Beispiel genommen, um dieses Thema besser zu erklären.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Historical Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"6f82ab14-b45e-5402-b88b-5d3bf251d8ff","id":920,"image":null,"name":"Minsong He","public_name":"Minsong He","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1114,"guid":"f3d67140-4f76-4248-af4c-fd721883298d","title":"Die ThemaTalkers - Wie organisiert man eine studentische Tagung","language":"de","subtitle":null,"description":"Die ThemaTalkers sind ein linguistisches und großteils studentisches Kollektiv, das sich auf die Organisation interdisziplinärer und internationale Tagungen spezialisiert hat. Nach der Organisation einer Studierenkonferenz mit dem Titel „Opponieren, Debattieren, Protestieren – Interdisziplinäre Perspektiven auf sprachliche Praktiken des Widersprechens“ an den Universitäten Wien und Bremen im Mai 2023 geben die ThemaTalkers nun auf der 74. StuTS nach einer Einführung ins letzte Tagungsthema einen Überblick darüber, wie sich eine Studierendenkonferenz organisieren lässt. Das Kollektiv ist laufend offen für neue Mitglieder und Kooperationen.","duration":3300,"time_slots":11,"logo":null,"type":"workshop","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":null,"speakers":[{"guid":"aed3da8f-e5bb-5588-8a2e-55f1dd284ac1","id":724,"image":null,"name":"Susanne Schmalwieser","public_name":"Susanne Schmalwieser","email":"susanne.schmalwieser@gmail.com","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":970,"image":null,"name":"Lara Berlage","public_name":"Lara Berlage","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":971,"image":null,"name":"Lara Christin Herford","public_name":"Lara Christin Herford","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":972,"image":null,"name":"Jonas Trochemowitz","public_name":"Jonas Trochemowitz","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1039,"guid":"b1168273-6cf8-4cb1-ad5f-25a8385f3942","title":"Die Verwendung von phonetischer Transkription bei verbaler Entwicklungsdyspraxie","language":"de","subtitle":null,"description":"Die Krankheit verbale Entwicklungsdyspraxie, die auch unter kindliche Sprechapraxie, childhood apraxia of speech oder developmental verbal dyspraxia bekannt ist, stellt Wissenschafter*innen vor Herausforderungen. Dadurch, dass die Ursachen nicht eindeutig geklärt sind, erweisen sich die Diagnostik und Behandlung als schwierig. \r\nDie Krankheit wird als Sprachstörung klassifiziert. Bereits hier gibt es eine Schwierigkeit, da der ICD-10 keine eindeutige Einordnung führt. Durch die vielseitige und verschiedene Ausprägung der Symptomatik ist eine genaue Abgrenzung zu anderen Sprachstörungen nur schwierig möglich. \r\nIn der Diagnose sowie Behandlung arbeiten Sprachwissenschafter*innen, Ärzt*innen und Logopäd*innen eng zusammen. Durch die verschiedenen Teilgebiete, in welchen die Expert*innen angesiedelt sind sowie der schwerwiegenden Varianz der Sprache, stellt sich die Frage, inwiefern der Einsatz von phonetischer Transkription sinnvoll ist. \r\nUm auf diese Frage einzugehen, soll zuerst die aktuelle Situation des Einsatzes von phonetischer Transkription beschrieben werden. Hierbei soll ein konkretes Fallbeispiel die Anwendung von phonetischer Transkription bei verbaler Entwicklungsdyspraxie aufzeigen. Zusätzlich werden aktuelle Studien herangezogen und ausgewertet. Dabei sollen Herausforderungen des Einsatzes von phonetischer Transkription beleuchtet werden. Anschließend steht das Transkriptionsprotokoll CoST-P im Vordergrund, welches illustrieren soll, inwieweit phonetische Transkription für die Diagnose und Therapie von verbaler Entwicklungsdyspraxie sinnvoll ist. \r\nDen Abschluss des Vortrags bildet ein Studiendesign, welches zeigen soll, inwiefern Forschung auf dem Gebiet der verbalen Entwicklungsdyspraxie mit besonderem Augenmerk auf phonetischer Transkription, geführt werden kann. \r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Phonetics and Phonology","abstract":"Verbale Entwicklungsdyspraxie ist eine Krankheit, bei welcher Kinder schwerwiegende Sprachprobleme haben. Dieser Vortrag soll einerseits der Krankheit auf den Grund gehen und andererseits betrachten, inwiefern der Einsatz von phonetischer Transkription bei Diagnose und Behandlung sinnvoll beziehungsweise hilfreich ist. \r\nDieser Vortrag vereinigt einen sprachwissenschaftlichen und medizinischen Blickpunkt auf Sprache. ","speakers":[{"guid":"ca4635e8-bba5-5290-864d-0c649497eff2","id":915,"image":null,"name":"Romana Kloiber","public_name":"Romana Kloiber","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1038,"guid":"665b458e-06c9-4c0f-bbbf-fb55b14c2a7f","title":"Differenzielle Objektmarkierung in den slawischen Dialekten des Ohrid-Struga-Areals","language":"de","subtitle":"Entstehung und Funktion eines Balkanismus","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"Der Vortrag versucht eine Beschreibung der differenziellen Objektmarkierung (DOM) in den slawischen Dialekten des Ohridsees als kontaktlinguistisches Phänomen. Im Dialektareal um die Städte Ohrid und Struga wird eine „akkusativische ‚na‘-Konstruktion“ beschrieben – eine Strategie der Markierung von belebten Akkusativobjekten mit dem sonst dativ- und genitivmarkierenden Pronomen ‚na‘. Die Entstehung dieser morphosyntaktischen Innovation wird zumeist auf den Kontakt mit den Ohrid-Varietäten des Aromunischen, einer balkanromanischen Sprache, in Verbindung gebracht; eine kontaktinduzierte Entwicklung liegt nahe, die Quellenlage gibt jedoch nicht abschließend Aufschluss über den genauen Ablauf der Entlehnung innerhalb einer gemeinsamen „innovation zone“.\r\n \r\nDie synchrone Verwendung dieser für den slawischen Sprachraum untypischen analytischen Markierung von belebten Objekten wird anhand rezenter Forschung nachgezeichnet und mit den frühesten Quellen zu dieser Innovation (Kulakia-Evangelium und Veroviḱ-Märchen) in Verbindung gebracht, an denen der Ablauf der Grammatikalisierung des ‚na‘-Markers im Akkusativ abgelesen werden kann. Es zeigt sich synchron eine Tendenz in Richtung „akkusativischer ‚na‘-Markierung“, die sich aus reiner DOM in Richtung einer Topikalisierungs-Strategie entwickele. \r\n\r\nEs kann davon ausgegangen werden, dass es sich bei dieser Strategie der Objektmarkierung um einen grammatikalischen Balkanismus, auch als „Isogrammatismus“ beschrieben, handelt. Im inneren Kern des Balkansprachbunds konvergieren – wie am Beispiel der ‚na‘-Markierung zu erkennen – die Strategien der Objektrektion. Durch den Kasusschwund muss zwischen Objekt und Subjekt disambiguiert werden, wofür eine klitische Markierung der Objekte entsteht, die aus einer Ursprungssprache entlehnt werden kann, in der diese bereits verankert ist. Diese Entwicklung gipfelt in einer weitestgehend analytischen Objektmarkierung, die zu einer Morph-für-Morph-Intertranslabilität zwischen den Balkansprachen beiträgt.\r\n","speakers":[{"guid":"fe2ffc21-889a-53ab-bad6-684fbd827584","id":913,"image":"/system/people/avatars/000/000/913/original/Motz_Leonid_Bild_(2).jpg?1692099971","name":"Leonid Motz (er/he)","public_name":"Leonid Motz (er/he)","email":"leonid.motz@univie.ac.at","abstract":"Ich studiere Slawistik im letzten Bachelor-Jahr an der Universität Wien. Meine Hauptinteressen liegen in der Arealtypologie und Kontaktlinguistik (vor allem des Ostsüdslawischen und des Balkansprachbundes) und in Fragen der historischen (balto-)slawischen Sprachwissenschaft. 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Vor diesem Hintergrund ist der zentrale Untersuchungsgegenstand der vorzustellenden Masterarbeit die bei der Trash-TV-Rezeption stattfindende Anschlusskommunikation, welche als versprachlichter Teil des Rezeptionsprozesses Einblicke in das Erleben und Verarbeiten der Trash-TV-Rezeption erlaubt. \r\nAuf Basis eigens erhobener Sprachdaten, die im Sinne der Gesprächsanalyse nach Deppermann (2008) ausgewertet wurden, beleuchtet die dem Vortrag zugrundeliegende Arbeit die moralischen Kommunikationsformen Klatsch und Lästern sowie die sprachliche Konstruktion sozialer Kategorien im Rahmen des fernsehbegleitenden Sprechens bei der Trash-TV-Rezeption. \r\nDie Auseinandersetzung mit Lästern und Klatsch im Rahmen des fernsehbegleitenden Sprechens bei der Trash-TV-Rezeption zeigt, dass sich Trash-TV-Rezipient:innen der moralischen Kommunikationsformen Lästern und Klatsch bedienen und diese nutzen, um sich die dargebotenen Fernsehtexte kommunikativ anzueignen. Die Untersuchung der sprachlichen Konstruktion sozialer Kategorien durch die Trash-TV-Rezipient:innen zeigt zudem, dass Rezipient:innen im Rahmen des fernsehbegleitenden Sprechens auf soziale Kategorien und Stereotypen zurückgreifen um auf Personen zu referieren und ihnen damit einhergehend bestimmte Merkmale zuzuschreiben. Die gemeinsame Rezeption von Trash-TV-Formaten schafft für die Rezipient:innen einen Raum, in welchem moralische Urteile relativ frei geäußert werden. Die Daten zeigen, dass die Rezipierenden sowohl das Gesehene als auch durch Gespräche oder Assoziationen geweckte Themen moralisch evaluieren, zwischen der eigenen Lebens- und Erfahrungswelt und dem dargebotenen Fernsehgeschehen Vergleiche ziehen, sich selbst zum Geschehen positionieren und entsprechende Themen innerhalb der Rezipierendengruppe verhandeln.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"20e88493-25ba-56cf-8355-ac6a4b753c42","id":853,"image":null,"name":"Kim Leidecker","public_name":"Kim Leidecker","email":"kmleidi@online.de","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1048,"guid":"495d1899-5aa0-46b5-85e8-713d494624c1","title":"Emerging Linguists","language":"","subtitle":"Hangout Session","description":"The Association of Emerging Linguists is an association founded in Austria that aims to bring together and support young linguists and friends. In this hangout session, we would like to introduce ourselves briefly, offer a space for exchange and use the opportunity to just chat a bit with each other. \r\nOf course, this session is not only open to Austrians. We are happy to welcome every one!","duration":1800,"time_slots":6,"logo":null,"type":"meeting","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"Der Verein Association of Emerging Linguists ist ein in Österreich gegründeter Verein, der junge Linguist:innen und friends zusammenbringen und unterstützen möchte. In dieser hangout session wollen wir uns kurz vorstellen, einen Raum zum Austausch bieten und einfach ein bisschen miteinander plaudern. \r\nNatürlich steht dieses Session nicht nur für Österreicher:innen offen. Wir freuen uns über jedes Gesicht!","speakers":[{"guid":"353cb112-079c-5a35-99ff-1344581c329b","id":577,"image":"/system/people/avatars/000/000/577/original/WhatsApp_Image_2022-09-30_at_19.33.43.jpeg?1666078535","name":"René Foidl","public_name":"René Foidl","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"eda50bfe-8b14-59d8-995f-19f012c048a9","id":636,"image":"/system/people/avatars/000/000/636/original/IMG_2848.JPG?1637203649","name":"Laura Levstock","public_name":"Laura Levstock","email":"laura.levstock@univie.ac.at","abstract":"BA in Romance Studies (Focus: French) and in Linguistics (Focus: Applied Linguistics). Currently finishing up my MA in Applied Linguistics (Focus: Sociolinguistics and Discourse Studies) - all at the University of Vienna. \r\nTeam member of the association of emerging linguists. ","description":null,"links":[{"url":"https://twitter.com/lauraxlev","title":"Twitter"},{"url":"https://www.instagram.com/lauraxlev/","title":"Instagram"}]},{"guid":"53d1e6fe-556d-582b-bf75-b260594032aa","id":376,"image":"/system/people/avatars/000/000/376/original/IMG_2098.JPEG?1605646316","name":"Dina Stankovic","public_name":"Dina Stankovic","email":"dina.stankovic@wu.ac.at","abstract":"Originally from Serbia, graduated from high school in Slovenia, currently studying Russian language and literature at the University of Vienna. Student assistant at the Institute for Slavic languages at the Vienna University of Economics and Business. Aspiring young linguist, interested in Slavic languages and their history.","description":"I moved to Vienna in 2016 in order to pursue my studies at the University of Vienna, which brought me to studying Russian language in 2018. I am currently working on a project about ethnic shops in Vienna (SlaVienna) at the Vienna University of Economics and Business. I speak. My interest focuses on Slavic languages, however, I am more than happy to learn about other language families as well.","links":[{"url":"https://www.linkedin.com/in/dina-stankovic-17a4891b0/","title":"Linkedin profile"},{"url":"https://www.wu.ac.at/slawisch/research/current-projects/10","title":"SlaVienna project"},{"url":"http://linguisticforum.com/index.php/ling/Books","title":"Publication "}]}],"start_time":"2023-10-28T16:15:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T16:45:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1089,"guid":"166940b8-2899-47ea-bbb9-7a97fa8c0ea1","title":"Entwicklung eines virtuellen Klienten","language":"de","subtitle":null,"description":"Im Projekt „Virtueller Klient“ (ViKl), welches durch die Stiftung Innovationen in der Hochschullehre gefördert wird, wird ein Chatbot entwickelt, der eine Person mit psychosozialen Problemen simuliert und in der Lehre zur psychosozialen Onlineberatung eingesetzt werden soll. Durch das KI-basierte Lernformat bekommen Studierende die Möglichkeit, ihre Beratungskompetenzen unabhängig von weiteren Personen auszubauen und Spezifika der Onlineberatung kennenzulernen. Mithilfe des wissenschaftlichen Posters soll der aktuelle Stand des Prototyps vorgestellt werden. \r\n\r\nDer ViKl wird durch ein interdisziplinäres Forschungsteam mithilfe aktueller NLP-Technologien (Natural Language Processing) entwickelt. Kernthemen sind dabei vor allem die technische Entwicklung des Chatbots mithilfe aktueller Sprachmodelle und die Integration des ViKl in die Lehre. Dabei befasst sich das Forschungsteam beispielsweise mit folgenden Forschungsfragen:  \r\n\r\nWelche Eigenschaften muss der zugrunde liegende Gesprächsdatensatz haben und woher kann dieser bezogen werden? \r\n\r\nWie können aktuelle NLP-Verfahren und Sprachmodelle genutzt werden, um ein kohärentes und konsistentes Gespräch zu gewährleisten? \r\n\r\nWie kann der ViKl in die Lehre eingebettet werden? \r\n\r\nWie wirkt sich der ViKl auf den Lernfortschritt der Studierenden aus? \r\n\r\nAktuell beschäftigt sich das Forschungsteam mit der Optimierung des Prototyps und der Anfertigung von Gesprächsdaten. Eine besondere Herausforderung stellt die Konsistenz der simulierten Person dar, die über den gesamten Gesprächsverlauf hinweg gewährleistet werden soll. Auch die Fähigkeit des ViKL, auf Fragen von Nutzer*innen angemessen zu reagieren, wird zukünftig noch weiter ausgebaut. Ein vielversprechender Lösungsansatz für menschenähnlichere und realistischere Beratungsgespräche ist die Verwendung von open-source Large Language Models (LLMs), welche sich seit der Veröffentlichung von ChatGPT rasant weiterentwickeln. \r\n\r\nWie viele aktuelle Studien zeigen, können mithilfe generativer LLMs sehr gute Ergebnisse im Bereich der Textgenerierung erzielt werden. Da die meisten open-source LLMs jedoch mithilfe englischer Textdaten trainiert wurden, stellt die Integration in den deutschsprachigen ViKl eine besondere Herausforderung dar. Zukünftige Arbeiten bieten vielversprechende Möglichkeiten zur Erweiterung des ViKl, z.B. durch die Simulation von Personen aus vielseitigen Beratungsschwerpunkten.","duration":900,"time_slots":3,"logo":null,"type":"Poster","do_not_record":false,"track":"Computational Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"de691cab-2313-5839-9191-e73e71371901","id":955,"image":"/system/people/avatars/000/000/955/original/2023-07-11_Natalie_E_0651_2048px.jpg?1694956983","name":"Natalie Engert","public_name":"Natalie Engert","email":"engertna76576@th-nuernberg.de","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T12:45:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T13:00:00.000+02:00","room":{"name":"List of posters on saturday","id":142}},{"id":1092,"guid":"3cfbefc1-40c4-4aa7-9eff-62849f43a89c","title":"Examining the Relationship Between Socioeconomic Status and Performance on the German Frequency-based Vocabulary Test","language":"en","subtitle":"An Empirical Study","description":"This research project delves into the intricate dynamics of caregiver education, socioeconomic influences, and their impact on children's vocabulary acquisition. It explores the linguistic development of children raised in diverse family environments, differentiating between those with caregivers holding higher academic degrees and those with Secondary School diplomas. The study investigates whether vocabulary rankings align with children’s language usage by employing the Leipzig Vocabulary Tests in German and analyzing speech corpus data from CHILDES German Leo Corpus, Miller Corpus, and Koch Corpus. Surprisingly, it challenges conventional wisdom by revealing that socioeconomic status does not exert as deterministic an influence as expected, thereby challenging the established \"Matthew effect\" principle. This research offers crucial insights into the multifaceted relationship between caregiver education, socioeconomic factors, and children's vocabulary development, emphasizing the necessity for a more nuanced comprehension of the linguistic milieu in which children develop and learn.\r\n\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Corpus Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"7f3f67bd-a115-565e-9905-ae7989fe5ada","id":957,"image":"/system/people/avatars/000/000/957/original/Photo.jpg?1695927253","name":"Jaouhar","public_name":"Jaouhar","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1071,"guid":"73585d53-7b08-46fd-9a26-e999e8c22fbb","title":"Extracting Scenario Knowledge in LLMs: A Case Study with ChatGPT in English and Spanish","language":"en","subtitle":null,"description":"Since last year, the launch of ChatGPT (OpenAI, 2023) has revolutionised the state of the art in Large Language Models (LLMs). One can only imagine the possibilities that such a powerful tool can bring, since LLMs may illustrate how humans understand words through the notion of scenario, or \"knowledge about the world that can involve groups of events and entities that often appear together\" (Erk and Herbelot, 2022, p. 22). This is the basis of how humans build mental representations of words, since every word is linked to one or multiple scenarios. Understanding how LLMs extract scenario knowledge information may thus provide insight into how humans understand language. The purpose of this study was to find the best manner of extracting scenario information from words from LLMs in a human-readable form. To achieve this, we tested the generated texts of 15 words with ChatGPT in English and Spanish. Our objective was to try to generate a meaningful description that contained all the required elements per scenario and, if available, overlapping frames. Scenario descriptions were used as criteria for a successful generation, through a combination of WordNet (Princeton University, 2010) definitions and FrameNet (University of California, Berkeley, 2006), frame descriptions. Generated texts sufficed if they resembled the description, and contained all core elements and at least one non-core element. Overall, ChatGPT demonstrated the ability to generate scenario descriptions with all core elements of the word's main frame in 73.33% of English trials and 64.44% of Spanish trials. Furthermore, all of these descriptions also contained at least one non-core element. For words linked to multiple frames, ChatGPT consistently generated texts that included multiple frames (100%). We hope that the present study will contribute to the current state of the art in LLMs, especially in exploring how LLMs represent linguistic knowledge and perform knowledge extraction.\r\n\r\n\r\nReferences:\r\n\r\nKatrin Erk and Aurelie Herbelot. 2022. How to marry a star: probabilistic constraints for meaning in context. ArXiv:2009.07936.\r\nOpenAI. 2023. ChatGPT (May 24 Version).\r\nPrinceton University. 2010. About WordNet.\r\nUniversity of California, Berkeley. 2006. The Berkeley FrameNet Project.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Computational Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"b059dcea-ba32-5a5b-9103-0b62d635166b","id":899,"image":null,"name":"Cristina Reguera-Gómez","public_name":"Cristina Reguera-Gómez","email":"c.regueragomez@students.uu.nl","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"035e383a-041b-543f-909a-d9fbffd94674","id":942,"image":null,"name":"Mila Brandsen","public_name":"Mila Brandsen","email":"milabrandsen12@gmail.com","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1063,"guid":"21065b76-0be1-463c-9633-868d5bb3646f","title":"From ‘people’ to plural: Grammaticalization in Andoke, an Amazonian isolate","language":"en","subtitle":null,"description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nAndoke is a highly endangered language isolate spoken by some 30 speakers in the Southern Colombian Amazon. Forming part of the Caquetá-Putumayo cultural area (Echeverri 1997), Andoke maintains intense contact with other languages and cultures of the area, yielding relative cultural and possibly structural linguistic homogeneity (e.g. Wojtylak 2018). The language had received relatively little attention until the 1970s, with anthropologist Jon Landaburu first providing a comprehensive grammatical description of Andoke (Landaburu 1979) and more research being conducted by Landaburu ever since (e.g. Landaburu 1992, 2000, 2023). Until now, research on Andoke has suggested that the language is hardly using any nominal plural marking. Landaburu (1979: 323, in passim) provides examples of a bound classifier -siʌ́hʌ evoking the notion of “plurality and collectivity”, only being used on animate nouns. This morpheme is glossed as “group” by Landaburu and does not seem to be an obligatory, dedicated plural marker; it rather appears to be primarily used in ethnonymic compounds (“people”) or in appositional noun constructions. Our research, based on both reviewing secondary literature, and conducting original fieldwork in-person as well as remotely, paints a different picture of this morpheme, which will be presented in this talk. Analyzing our data, -siʌ́hʌ does not behave like a bound classifier occurring only with animates, but now seems to be a general plural marker, also appearing with inanimate nouns. The primary research question attached to this talk relates to the conundrum of language change versus descriptive bias: did -siʌ́hʌ grammaticalize, or did Landaburu, as the sole researcher working on Andoke at the time, misrepresent the element and its distribution?  \r\n\r\n\u003ci\u003eReferences:\u003c/i\u003e\r\n\r\nEcheverri, J. A. (1997). The people of the center of the world: a study in culture, history, and orality in the \tColombian Amazon. New School for Social Research.\r\nLandaburu, J. (1979). La langue des Andoke (Amazonie colombienne): grammaire.\r\nLandaburu, J. (1992). La predicación en lengua andoque y parámetros de utilidad para una tipología de la \tpredicación. In Memorias del II Congreso del CCELA, 155-171. Bogotá: Universidad de los Andes, \tCCELA.\r\nLandaburu, J. (2000). La Lengua Andoque. In González de Pérez, María Stella and Rodríguez de Montes, \tMaría Luisa (eds.), Lenguas indígenas de Colombia: una visión descriptiva, 275-288. Santafé de \tBogotá: Instituto Caro y Cuervo.\r\nLandaburu, J. (2023). Andoke. In Epps, Patience and Michael, Lev (eds.), Language Isolates I: Aikanã to Kandozi-\tShapra, 125-172. Berlin: Mouton.\r\nWojtylak, K. (2018). Language contact in Caquetá and Putumayo river basins in Northwest Amazonia.\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"Our talk presents original research on Andoke, an isolate from the Colombian Amazon, in which we discuss the development of the plural marker \u003ci\u003e-siʌ́hʌ\u003c/i\u003e.","speakers":[{"guid":"7d95fe00-edd5-5288-a716-6ce26531191e","id":811,"image":null,"name":"Jacob Menschel","public_name":"Jacob Menschel","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"17be8134-3943-5143-a614-8a3550ef5752","id":236,"image":null,"name":"Marvin Martiny","public_name":"Marvin Martiny","email":"mmartiny@students.uni-mainz.de","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1095,"guid":"4290e3fc-bf65-400a-b206-d215aa5574be","title":"„Hast du denselben Gedanken wie ich?“","language":"de","subtitle":"Zum sprachlichen Repertoire von Drillingen.","description":"Der Mythos einer spezifischen, durch Gedanken übertragenen, Zwillingen oder Drillingen eigenen Sprache zieht sich durch vielfältige (literarische) Werke und beschäftigt die verschiedensten (wissenschaftlichen) Disziplinen.\r\n\r\nIm Rahmen meiner Arbeit habe ich mich mit der Sprachselbst- und -fremdwahrnehmung mehrsprachig aufgewachsener eineiiger Drillinge beschäftigt und bin den folgenden Fragen nachgegangen: 1) Wie verlief die Sprachbiografie der Drillinge? 2) Inwieweit konstruiert(e) sich diese durch das ihnen von außen auferlegte ‚Drillingskonzept‘? 3) Gibt es signifikante, den Drillingen eigen scheinende Unterschiede zu anderen Sprachbiografien? 4) Inwiefern verlief und verläuft das Sprechen der Drillinge untereinander anders als die Kommunikation mit Freunden, Familie u.Ä.? 5) Gibt es aus Sicht der Drillinge eine eigene ‚Drillingssprache‘ und wenn ja, wodurch unterscheidet sich diese aus Sicht der Geschwister von anderen Kommunikationsweisen?\r\n\r\nZur Beantwortung dieser Fragen habe ich mich methodisch einerseits auf ein sprachbiografisches Leitfadeninterview (nach Misoch 2019), andererseits auf die Durchführung eines Sprachenportraits (nach Busch 2006) gestützt.\r\n\r\nEs zeichnet sich eine Sprachbiografie ab, die insbesondere durch den Wunsch nach Zugehörigkeit und Abgrenzung geprägt ist. Dabei scheint sich die geschwisterliche Situation auf vielfältige Arten und Weisen auf den Sprachgebrauch der Drillinge auszuwirken.\r\n","duration":900,"time_slots":3,"logo":null,"type":"Poster","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"850a4ae3-c5d7-543e-a338-8b7361c809a3","id":912,"image":null,"name":"Dorothea Sichrovsky","public_name":"Dorothea Sichrovsky","email":"dorothea.sichrovsky@univie.ac.at","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T13:15:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T13:30:00.000+02:00","room":{"name":"List of posters on saturday","id":142}},{"id":1087,"guid":"aa16643e-2b08-4caf-96cf-5b6475606994","title":"Hey, what's that cuteness doing to my sound symbolism effect?!","language":"en","subtitle":"Can I interest you in some average cute-sized words ( = Likert-scale rating 3/5)? How big do you think they are going to be?","description":"Sound symbolism has received increased attention in the recent decade, with more studies aiming to discover and establish connections between sounds and meanings beyond language. The \"Bouba-Kiki\" effect - referring to the perceived softness and spikiness of the words - as well as the sound-size symbolism coded by high and low vowels are two of these established associations, to name some. But while these effects always describe only one single feature of the referent in question, rarely anything in this world can be described by one single property, and so a necessary question for future sound symbolism research arises: \r\n\r\nHow do different sensory information interact with each other when they are expressed in one single sound symbolic word? In our perception, do they mix, or seperate? Or do they join to make a stronger effect?\r\n\r\nThis research was conducted by: Dominic Schmitz(1st author), Defne Cicek, Anh Kim Nguyen, Daniel Rottleb","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"How do different sensory information interact with each other when they are expressed in one single sound symbolic word? In our perception, do they mix, or seperate? Or do they join to make a stronger effect?\r\n","speakers":[{"guid":"02e3e53e-0cf2-512d-992a-14abb098aff7","id":865,"image":null,"name":"Anh Kim Nguyen","public_name":"Anh Kim Nguyen","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1064,"guid":"9ce6d118-b84b-46f3-9026-fc933cae729d","title":"How Slurs Cause Offense","language":"en","subtitle":"Slurs as Speech Acts","description":"Slurs can be, as those who have been at the receiving end of them may attest, strong at causing serious offense, humour, and even damage to the social standing of the speaker themselves. \r\nMany of the views seeking to explain them may fall short at either explaining effects that occur in specific social environment such as the \"innocent use\" of slurs, which means either the use of a slur in what may be called a bigoted environment, leading to the slur not being perceived as offensive, or the use of a slur used by someone part of the group of people the slur describes, which may just as well lead to the same result. On the other end, most views also fail to account for the fact that the mere mention of a slur may also cause offense.\r\nI will compare competing views such as the descriptivist, expressivist, presuppositional and prohibitionist one and outline a view that is able to deal with the problems mentioned above, utilising speech acts as well as a sense of common ground.\r\n\r\nReferences:\r\nAnderson, Luvell; Lepore, Ernie (2013): What Did You Call Me? Slurs as Prohibited Words. In Analytic Philosophy 54 (3), pp. 350–363. DOI: 10.1111/phib.12023.\r\nCappelen, Herman; Dever, Josh (2019): Bad language. First Edition. Oxford, New York, NY: Oxford University Press (Contemporary introductions to philosophy of language).\r\nDIFRANCO, RALPH; MORGAN, ANDREW (2023): No Harm, Still Foul: On the Effect-Independent Wrongness of Slurring. In J. of the Am. Philos. Assoc., pp. 1–19. DOI: 10.1017/apa.2022.18.\r\nFalbo, Arianna (2021): Slurs, neutral counterparts, and what you could have said. In Philosophical Books 62 (4), pp. 359–375. DOI: 10.1111/phib.12217.\r\nHom, Christopher; May, Robert (2013): Moral and Semantic Innocence. In Analytic Philosophy 54 (3), pp. 293–313. DOI: 10.1111/phib.12020.\r\nWhiting, Daniel (2013): It's Not What You Said, It's the Way You Said It: Slurs and Conventional Implicatures. In Analytic Philosophy 54 (3), pp. 364–377. DOI: 10.1111/phib.12024.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Theoretical Linguistics","abstract":"Slurs can be, as those who have been at the receiving end of them may attest, strong at causing serious offense, humour, and even damage to the social standing of the speaker themselves. \r\nSlurs have an offense-causing effect in many situations – many of which some competing accounts cannot account for. However, some social situations (such as the ‘innocent’ use of slurs) cause them to not unfold this effect, which is another obstacle for any account seeking to explain how slurs come to cause offense. In my talk, I will assess some of the shortcomings of those accounts relying on expressive meaning, conventional implicature, or prohibition face in the light of this social contextuality. \r\nFinally, I will propose a view taking them into account, utilising the theory of speech acts.","speakers":[{"guid":"fd611a45-45ad-5cbe-afa7-60bd7913c11f","id":941,"image":null,"name":"Citou Müller","public_name":"Citou Müller","email":"cedric.mueller-b9e@rub.de","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1099,"guid":"3f39e7a7-e26a-4711-9c0f-385b43e79891","title":"Hure, Bitch und Schlampe: Kompliment oder Beleidigung?","language":"de","subtitle":null,"description":"Welche Ausdrücke genutzt werden, um andere zu beleidigen, kann viel über die Werte und Einstellungen einer Gesellschaft aussagen. Gerade Beleidigungswörter, die sich auf marginalisierte Gruppen beziehen, stehen häufig im Mittelpunkt gesellschaftspolitischer Diskurse – so auch als degradierend wahrgenommene Bezeichnungen für Frauen, die häufig sexuell konnotiert sind. Es fällt jedoch auf, dass sexualisierte misogyne Beleidigungswörter, so z.B. Schlampe, Bitch oder Hure, in den vergangenen Jahren vermehrt zu Selbstbezeichnungen umgedeutet wurden. Beleidigungen sind in hohem Maß wandelbar, was die Frage aufwirft, inwieweit diese Umdeutungen einen spürbaren lexikalischen Wandel der betreffenden Wörter vorantreiben. Eine Untersuchung von Wörterbucheinträgen und Korpora zeigt, dass die Verwendung als Eigenbezeichnung zwar innerhalb konkreter sozialer Gruppen wie feministischer Gemeinschaften oder Jugendlichen eine semantische Aufwertung zur Folge hat, diese allerdings (noch) nicht auf die gesamte Gesellschaft übergreift. ","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"Kann man Begriffe wie Hure, Bitch oder Schlampe als Kompliment meinen? Der Vortrag befasst sich mit einem potenziellen Bedeutungswandel sexualisierter misogyner Beleidigungen im Licht feministischer Bewegungen der letzten Jahre. Er geht der Frage nach, ob es etwas daran ändert, wie ein Mädchen sich fühlt, wenn es von einem Mitschüler als „Bitch“ bezeichnet wird, wenn die Rapperin Reyhan Şahin den Künstlernamen „Lady Bitch Ray“ annimmt, und kommt zu dem Schluss, dass es für einen gesamtgesellschaftlichen Bedeutungswandel noch mehr braucht.","speakers":[{"guid":"b8141741-c969-54a4-917e-30d86f9345d2","id":952,"image":"/system/people/avatars/000/000/952/original/me.jpg?1695063027","name":"Sigrid Gusenbauer","public_name":"Sigrid Gusenbauer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1040,"guid":"31ceb885-3c37-4355-ae84-709cdaac394e","title":"Inaugural Workshop of the “Emerging Scholars Initiative” (ESI) of the Austrian Association for Legal Linguistics (AALL)","language":"en","subtitle":null,"description":"\u003cb\u003eThis workshop will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nInaugural Workshop of the “Emerging Scholars Initiative” (ESI) of the Austrian Association for Legal Linguistics (AALL)\r\nCalling all legal language enthusiasts with a passion for the relationship between language and law! \r\nIf you're intrigued by the captivating world of legal linguistics and forensic linguistics, and you're ready for a journey of exploration and discovery into the very workings of society, then look no further. Imagine a vibrant network of like-minded individuals, all setting sail on their academic voyage. Here, there's a shared dedication to providing each other with support and a strong sense of solidarity. Welcome to the “Emerging Scholars Initiative” (ESI) of the Austrian Association for Legal Linguistics (AALL). No formal membership required. Instead, our initiative serves as a hub that brings together a diverse array of students, graduates, and anyone captivated by the fascinating realm of legal linguistics and forensic linguistics. Imagine an interactive platform that not only helps and guides you through the challenges that academia presents but also acts as a compass, guiding you through connections, exchanging ground-breaking ideas. We extend a warm welcome to students and researchers from all walks of life within the realm of or interested in legal linguistics and forensic linguistics. ESI will provide you with inspiring opportunities: helping you to forge invaluable connections through networking events, enabling you to attend insightful workshops, and engaging in fruitful collaborations.\r\nBy fostering a culture of collaboration, encouraging meaningful contributions, and propelling progress both within Europe and beyond, we're actively shaping the future of these fascinating fields. In ESI, we build on the spirit of togetherness in research, uniting to create a thriving and challenging academic community that celebrates each achievement along the way. This gathering serves as a platform to engage with those intrigued by the captivating realms of legal linguistics and forensic linguistics. \r\nOur aim is to explore with you into what captivates you about these fields. What sparks your interest? What hurdles do you face? And, if the opportunity to study Legal Linguistics or Forensic Linguistics were to present itself at your local university, what aspects would you be particularly keen to explore? We're here to listen, learn, and explore together! So, if you're ready for the captivating world of legal linguistics and forensic linguistics, and you're eager to be a part of an empowering network of emerging scholars, then join us in this founding workshop as part of 74. StuTS.\r\nThe Organising Committee","duration":3300,"time_slots":11,"logo":"/system/events/logos/000/001/040/original/ESI.png?1692194627","type":"workshop","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":"This workshop aims to inaugurate the “Emerging Scholars Initiative” (ESI) of the Austrian Association for Legal Linguistics (AALL). It extends a warm invitation to individuals with a strong interest in the interplay between language and law. The workshop offers a unique opportunity to explore the captivating realm of legal linguistics and forensic linguistics. ESI serves to unite like-minded participants and fostering a sense of mutual support and solidarity. Designed to cater to students, graduates, and enthusiasts alike, the initiative provides an interactive platform facilitating the exchange of innovative ideas. ","speakers":[{"guid":"da25283b-65d9-5fd0-98e4-d2f1aa7db48d","id":916,"image":null,"name":"Daniel Green","public_name":"Daniel Green","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1103,"guid":"aaaef0f0-4558-4fd5-87fc-6121a1ed674a","title":"Insights into the Interaction of Tone, Stress and Morphophonology in Wampis","language":"en","subtitle":null,"description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nThis talk accounts for the tone and stress systems in Wampis, a Jivaroan (or Chicham)\r\nlanguage from the Peruvian Amazonia. Wampis presents several fascinating word-level\r\nphenomena, such as vowel elision, vowel harmony, nasalization, and other different\r\nmorphophonological processes. The complex interplay between these word-level phenomena,\r\na strict phonotactic structure, and prosody results in extreme opacity (cf. Kiparsky 2000), as\r\nseen in (1), and poses significant challenges for the analysis and description of languages like\r\nWampis.\r\n\r\n(1) /hintinakaratinu/ - [hintíŋkartin] ‘teacher’\r\n/paantamana/ - [paánman] ‘plantain (accusative)’\r\n\r\nWhile this interaction between stress and tone has led to various categorizations of\r\nother Jivaroan languages as having ‘pitch accent’, ‘tone-stress’, ‘accent’ or ‘stress’ systems\r\n(Beasley \u0026 Pike 1957; Fast 1975; Payne 1990; Overall 2018), it is important to note that\r\nWampis has certain characteristics. Wampis has a single tone in a privative H/Ø system\r\n(Hyman 2009) and exhibits three clearly distinct high-tone types – lexical, metrical and\r\ngrammatical – that interact with one another. Complex interactions between these different\r\ntones, the stress system, vowel elision, and morphophonological processes result in variations\r\nof word forms and their associated prosody. Working within an Optimality Theory framework\r\n(Prince \u0026 Smolensky 1993; René 1997), I argue that the surface opacity found in Wampis\r\ncan be explained by the application of a set of word-formation constraints and faithfulness\r\nconstraints with respect to tone, rather than by the application of a large number of\r\nmorphological and phonological rules (Peña 2016). A better understanding of the phenomena\r\npresented in Wampis is not only valuable for comprehending the interaction between tone and\r\nstress systems but also for shedding light on broader typological and theoretical issues such\r\nas word derivation order and prosody, in a region that, with few exceptions (Zimmermann\r\n2013; Rose 2019), requires to be better understood typologically and theoretically. Moreover,\r\nit contributes to a more comprehensive understanding of the phonological aspects of\r\nlanguages in general.\r\n\r\n\r\nReferences:\r\nBeasley, D. and Pike, K. L. (1957). Notes on Huambisa phonemics. Lingua Posnaniensis 6.\r\n1-8.\r\nFast, Gerhart. (1975). Sistema fonológico del idioma Achual. Lima: Instituto Lingüístico de\r\nVerano.\r\nHyman, Larry M. (2009). How (not) to do phonological typology: the case of pitch accent.\r\nLanguage Sciences 31: 213-238.\r\nKager, René. (1997). Rhythmic vowel deletion in Optimality Theory. In Iggy Roca (Ed.),\r\nDerivations and constraints in phonology, 463-99. Oxford: Oxford University Press.\r\nKiparsky, Paul (2000). Opacity and Cyclicity. The Linguistic Review 17. 351–67.\r\nLiberman, Mark \u0026 Alan Prince. (1977). On stress and linguistic rhythm. Linguistic Inquiry 8:\r\n249-336.\r\nOverall, Simon. (2018). A Grammar of Aguaruna (Inniá Chicham). Berlin: De Gruyter.\r\nPayne, David. (1990). Accent in Aguaruna. In Doris Payne (Ed.), Amazonian Linguistics:\r\nStudies in Lowland South American Languages, 161-184. Austin: University of Texas\r\nPress.\r\nPeña, Jaime. (2016). A Grammar of Wampis. Doctoral Dissertation, University of Oregon.\r\nPrince, Alan, and Paul Smolensky. (1993). Optimality Theory: Constraint interaction in\r\ngenerative grammar. Technical report, Rutgers University Center for Cognitive\r\nScience, New Brunswick, NK, and University of Colorado, Boulder.\r\nRose, Fraçoise. (2019). Rhythmic syncope and opacity in Mojeño Trinitario. Phonological\r\nData and Analysis 1: 1-25.\r\nZimmermann, Eva (2013). Vowel deletion as mora usurpation: the case of Yine. Phonology,\r\n30(1), 125–16","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Phonetics and Phonology","abstract":"A talk about the stress and tone system of Wampis (Jivaroan, Peru) within a Optimality Theory framework","speakers":[{"guid":"b4337df5-f842-5397-81ad-f8a3199ccecb","id":962,"image":null,"name":"Zoe Poirier","public_name":"Zoe Poirier","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1083,"guid":"aa2d75aa-5ff7-4496-bf73-55eb95749589","title":"Insult, Slander and Defamation: Metaverbs of Insult and their Semantic Origins","language":"en","subtitle":null,"description":"In etymological research, two factors are of importance: phonological correspondence and semantic plausibility. While the phonological correspondence is corroborated by established methodology, semantic plausibility is often overlooked. Research within the typological possibilities of semantic change is clearly needed, since it is the only way of confirming if two words are truly connected in two languages.\r\nFor this paper, “we rely on the theoretical assumption that semantic change, although not predictable, is not arbitrary, but motivated“ (Pozza 2020: 236). Thus, it is fruitful to describe the semantic change that has led to the meanings of lexemes belonging to the same semantic field in order to broaden our understanding of the mechanics and possibilities of semantic change. \r\nSpeech act verbs in different languages can seldomly be traced back and connected to a common word meaning said speech act. Because of that, they make a great starting point for research of semantic change. This paper focuses on metalexemes in ancient Indo-European languages meaning ‘to insult, slander, offend, defame, etc’. Featured languages include Old High German, Old Norse, Latin, Greek, Middle Welsh, and Hittite.\r\nThe semantic development of the researched lexemes depict a wide array of semantic means: metaphor, metonomy and synecdoche, antonomy and negation, and polysemy. Not only linguistic, but also sociological arguments will be taken into account for the description of the semantic changes.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Historical Linguistics","abstract":"Verbs meaning ‘insult’ stem from a wide array of sources. Thus, by examining their etymology, they are a great opportunity of studying the ways and motivations of semantic change. For example, the English verbs insult (originally Latin ‘to leap at somebody repeatedly’), and offend (orig. Lat. ‘to strike at somebody’) reveal a metaphorical connection of physical violence and mental violence, while Eng. defame (orig. Lat., lit. ‘to remove good reputation’) and Ger. verleumden (meaning the same, cf. OHG liumunt ‘reputation’) point to the performativity of speech acts and the capability of insults to alter the social position of the insultee. \r\nThe paper describes the different pathways that verbs of insult have taken in several ancient Indo-European languages (Old High German, Old Norse, Latin, Greek, Middle Welsh, and Hittite) and explains these semantic changes by linguistic and sociological means.","speakers":[{"guid":"964a33fc-04bb-520c-832d-aae166631e81","id":838,"image":null,"name":"Christian Bruns","public_name":"Christian Bruns","email":"christian-bruns@online.de","abstract":"Hi, I'm Christian and I am currently studying comparative historical linguistics in Marburg, where I am focusing on Anatolian and Celtic languages. I am interested in old languages and cultures and the mechanisms of language change. I'm specialising on historical syntax and pragmatics. I enjoy anything as long as there is something functional to analyse ;).\r\nOh - Also, I have organised the 76th StuTS in Marburg! Feel free to ask me anything, if you consider to organise a StuTS yourself!","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1070,"guid":"f762c020-d6ba-4ae1-9646-efc84ecb5942","title":"Interlinear Glossing Workshop","language":"en","subtitle":"How to (not) use Glosses","description":"Interlinear Glossing can be a helpful tool that provides relevant information at a glance, but can also allow deeper insight into structures and forms of the languages under investigation. Inconsistent or ideosyncratic usage can however make any gloss an indecipherable mess that hinders comprehension of an entire paper.\r\nThe Leipzig Glossing Rules (LGR) have become a widespread standard for the formatting of glosses and applied and accepted in a wide range of publications.\r\nThis workshop aims to introduce the basic rules and usage, as well as common mistakes and pitfalls that plague even the works of frequently published and cited authors. A few exercises serve to directly put the theoretical concepts into practice: You will correct faulty glosses and start creating your own. Having stuck to the rules for this part, we will then touch upon where it can be benificial to bend the rules, or go beyond them.\r\nGlossing solutions for LateX and Word will be briefly discussed, but are not the focus of this workshop.","duration":3300,"time_slots":11,"logo":null,"type":"workshop","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"When reading or writing papers, we frequently interact with interlinear glosses, which show the structure and translation for an utterance in the object language. Many of us know - or think that they know - how to read and to create glosses, but how do we make sure that we get our point across?\r\nThis workshop is for people who want to get an introduction on how to work with interlinear glosses using the Leipzig Glossing Rules as well as everyone who thinks they could go for a refresher!","speakers":[{"guid":"8e6c9390-75d4-5a20-a75c-47ad2549da13","id":520,"image":"/system/people/avatars/000/000/520/original/frab1.jpg?1745848613","name":"Hendrik Pigola","public_name":"Hendrik Pigola","email":"hendrik.pigola@proton.me","abstract":"PhD Student @ HU Berlin\r\nCurrently working on: Changes in the aspectual system of Yucatec Maya\r\nFields: Typology, aspect semantics/pragmatics, syntax\r\nInterests: analogy, grammaticalization, extended exponence, diachronic approaches to irregularity","description":null,"links":[]},{"guid":"edea273c-0c5f-5f52-b59d-810a6f122439","id":934,"image":null,"name":"Paula Baer","public_name":"Paula Baer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1088,"guid":"9c77c7eb-ea72-4c42-bce4-7db8685859bd","title":"I want to fake brie! - Roonerspism Shorkwop","language":"en","subtitle":null,"description":"“Would you like fake breast for breakfast?” - “I would rather take a coffee, cake and toffee. And later I'll write a sad ballad about this bad salad. But let me shake a tower first.”\r\n\r\nNo, this workshop won't teach you how to make vegan cheese or meat. Sorry. It's about spoonerisms. Spoonerisms are a special form of metathesis in which sounds, syllables, or morphemes are switched in neighbouring words and syllables. Whether emerging as “slip of the tongue” in everyday speech, or deliberately created as a rhetorical device in poetry and prose, spoonerisms have been observed in different languages dating back at least as early as the 17th century. As the ability to create spoonerisms relies on phonological processing skills, yet does not require a speaker to be literate, spoonerisms have also been used in neuroscience studies to investigate language development and reading disabilities in children. However, neuro linguistic approaches are not going to be the main focus of this workshop.\r\n\r\nInstead, we will give you a general introduction into spoonerisms, including their history, their real life uses (deliberate and accidental), and the many forms that spoonerisms can take on in different languages (English, German, and Vietnamese), as shaped by the respective language’s phonotactic rules. And best of all - since it's a workshop - you'll learn how to create spoonerisms yourself and demonstrate your abilities in a group game!","duration":3600,"time_slots":12,"logo":"/system/events/logos/000/001/088/original/Spoon.png?1697455558","type":"workshop","do_not_record":false,"track":"Phonetics and Phonology","abstract":"A general introduction into spoonerisms, including their history, their real life uses (deliberate and accidental), and the forms that spoonerisms can take on in different languages (English, German, and Vietnamese), as shaped by the respective language’s phonotactic rules.","speakers":[{"guid":"02e3e53e-0cf2-512d-992a-14abb098aff7","id":865,"image":null,"name":"Anh Kim Nguyen","public_name":"Anh Kim Nguyen","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"36dde017-8017-51f6-82a6-b740417e8c17","id":115,"image":null,"name":"Tobias Schröer","public_name":"Tobias Schröer","email":"tschroee@smail.uni-koeln.de","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T16:00:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1059,"guid":"0e0d8c88-974c-4c4c-aa5c-551268ef43c2","title":"La Neurmandie est-elle jeulie ?","language":"en","subtitle":"/ɔ/-fronting in Normandy French","description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nThis study examines /ɔ/-fronting, in which /ɔ/ is fronted towards /œ/, in\r\nthe French spoken in Caen and Le Havre (LH). This phenomenon originates from working-class Parisian French (Martinet 1958). Recent research suggests fronted variants are spreading throughout France (Mooney 2016), but especially in Northern French (Armstrong and Low 2008, Boula de Mareuil, Adda-Decker and Woehrling 2011). These studies are however limited in scope, as they often rely on small samples and have only surveyed a limited set of locations. To fill these gaps, this study tests in Caen the literature’s prediction that /ɔ/-fronting is present throughout Northern France. In LH, where fronting has been attested, a pilot study explores the effects of speaker’s socioeconomic class on the variable, a factor that has often been left aside in previous variationist studies of (ɔ). A corpus of fourteen sociolinguistic interviews, 10 from Caen and 4 from LH, was collected and transcribed. Measurements of /ɔ/’s f2 are retrieved at vowel midpoint. Lobanov-normalised values are analysed through mixed-effect linear regression. The results are based on 1205 tokens of /ɔ/. Results differ significantly across field sites. In Caen, the f2 of (ɔ) is mainly affected by linguistic factors such as syllable type (open or closed) and following and preceding consonants. No strong evidence of differences across social groups is found, and fronting is marginal, suggesting its spread might be more limited than previously thought. In LH, it appears that working class speakers lead the use of fronted variants, while middle-class speakers tend to avoid them, likely in a conscious effort. Some perceptual data indeed suggest fronted variants take different indexical links in LH than elsewhere in France. In LH, fronted variants are linked to localness, but also to working-class speakers, which leads them to be stigmatised.\r\n\r\nArmstrong, N., and J. Low. 2008. ‘C’est encœur plus jeuli, le Mareuc: some evidence for the spread of /ɔ/-fronting in French’. Transactions of the Philological Society 106(3): 432–455.\r\nBoula de Mareuil, P., M. Adda-Decker, and C. Woehrling. 2010. ‘Ant ériorisation/aperture des voyelles /ɔ/-/o/ en français du Nord et du Sud.’ Proc. of the 28es Journées d’ ́Etude sur la Parole 81-84.\r\nMartinet, A. 1958. ‘C’est jeuli, le Mareuc!’ Romance philology 11(4): 345-355.\r\nMooney, D. 2016. “C’est jeuli, la Gasceugne!’: L’antériorisation du phonème /ɔ/ dans le français régional du Béarn’. French studies 70(1): 61–81.\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"f369aed5-316a-5d6e-942b-de50d62907ea","id":937,"image":null,"name":"Louis-Geoffrey Gousset","public_name":"Louis-Geoffrey Gousset","abstract":"I (Louis-Geoffrey Gousset, (he/him) hold an MA in Linguistics from Newcastle University (UK) and I am currently pursuing an Advanced Master's from the Ghent University (Belgium). I am interested in sociolinguistics and sociophonetics, particularly in French and English.","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T15:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T15:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1104,"guid":"c2988241-8ab8-4fa6-b1dc-1906369978c9","title":"Language Use in Tunisian Higher Education : Code-switching or Languaging?","language":"en","subtitle":null,"description":"There is unquestionably a wealth of literature regarding code-switching (CS). It is known as a linguistic process where speakers alternate between two languages; it is also considered as one aspect of language contact. Although these studies have been highly pertinent to the development of a CS framework, little credence is given to CS and its functions in the Tunisian context. The study addresses this research question: To what extent and in what circumstances are Arabic, French and English used in Tunisian higher education contexts? To find answers to the research question, this study uses two types of observations namely informal observation and formal observation to collect data from a variety of ways. The informal observation took place in informal settings, namely university corridors and eateries and the formal observation was conducted in classrooms. The aim of the informal observation is to investigate the languages used by students in public places. The classroom observation was used again to investigate the languages used in classes. The aims of this study are to present the developed observation charts, the process of collecting data and the results. The researcher developed two systematic observation sheets relying on Dörnyei’s (2007) methods for recording events, namely the event sampling and Curdt-Christiansen’s (2020) essential features of an observation. The results of the study suggest that there is CS between English, Arabic and French and there are different functions of CS, including prestige, explanation, filling some gaps, etc. An interesting result showed the use of the two languages simultaneously (full sentences) not just using some words (code-switching).","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":null,"abstract":null,"speakers":[{"guid":"ae58c8c6-9bfc-5238-90aa-6b48494f6e82","id":738,"image":null,"name":"Aicha Rahal ","public_name":"Aicha Rahal ","email":"aicharahal00@gmail.com","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1069,"guid":"e42cd56b-d854-4059-adca-707dc249a38e","title":"L-Vokalisierung in Mittelbairischen Dialekten","language":"","subtitle":"Auszug aus einer Bachelorarbeit zur Phonologie Mittelbairischer Dialekte","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"","do_not_record":false,"track":"Phonetics and Phonology","abstract":"Die L-Vokalisierung ist eines der auffälligsten phonologischen Merkmale , welches die mittelbairischen Dialekte vom Standarddeutschen unterscheidet. Dabei ist der resultierende Vokal (zu dem das l wird) regional unterschiedlich und hält sich teilweise an aktuelle und historische Landesgrenzen. Heutzutage vermischen sich die Dialekte natürlich stark oder beginnen zu verschwinden. Trotzdem liefert die L-Vokalisierung ein anschauliches Beispiel für eine relativ junge Lautentwicklung und ihre Verteilung im geografischen Raum. Wer sie kennt kann vielleicht ein Gfüü ein Gfüi ein Gfäi oder ein Gfui ‚Gefühl‘ dafür bekommen, aus welchem Teil von Österreich oder Bayern eine Dialektsprecherin kommt.","speakers":[{"guid":"46ec2f99-a8ea-5ce9-858e-507d58380a50","id":945,"image":null,"name":"Dominik R ","public_name":"Dominik R ","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1066,"guid":"895c1da5-291a-4001-beb2-9ccaa556a0d3","title":"Mary stole the cookie - No, Peter!","language":"en","subtitle":"Acceptability judgements on contrastive dialogues involving ellipsis","description":"This pioneering study explores the factors that influence how native speakers perceive \r\nfragments in dialogues involving contrastive focus in German. The auditory and written \r\ndialogues differentiated in whether the fragmentary answer included lexical words, \r\nnamely nouns denoting human referents, or functional words, specifically prepositions. \r\nThey also varied in whether contrasting words were emphasised or not. A total of 100\r\nparticipants were asked to rate the fragmentary answers in the dialogues using a 7-\r\npoint Likert scale to assess their naturalness. This study hypothesised that (1) auditory \r\ndialogues will be perceived as more natural compared to their written counterparts, (2) \r\ndialogues featuring either prosodically or orthographically emphasised contrasting \r\nwords will receive higher ratings than those without emphasis, and (3) dialogues\r\nincorporating lexical fragments will receive higher naturalness ratings than those \r\ncontaining functional fragments. The results align with the hypotheses, as auditorily \r\npresented dialogues bearing pitch accent on the contrasting words receive the highest \r\nratings. However, in contrast to the final hypothesis, dialogues incorporating \r\nprepositions as functional fragments were perceived as more natural than those\r\ncontaining lexical contrasting words. These findings shed light on the complex interplay\r\nof acceptability ratings, ellipsis processing intricacies, and the identification of \r\ncorrelate-remnant pairings. In this manner, the study not only lays the groundwork for \r\nfuture research using acceptability judgement tasks but also enhances the\r\nunderstanding of language comprehension processes","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"This study examines how native German speakers perceive fragmented responses in dialogues with contrastive focus. Participants rated the naturalness of auditory and written dialogues with and without emphasis on contrasting words, as well as those containing lexical or functional fragments. The results supported the hypotheses, showing that auditorily presented dialogues with emphasized contrasting words were rated highest in naturalness. However, contrary to expectations, dialogues with functional fragments, namely prepositions, were perceived as more natural than those with lexical fragments. These findings contribute to our understanding of acceptability ratings, ellipsis processing, and language comprehension.","speakers":[{"guid":"e1bb7853-2718-550b-8d86-02bcabcf725f","id":878,"image":"/system/people/avatars/000/000/878/original/Miriam_Bild.jpg?1709800484","name":"Miriam Schiele","public_name":"Miriam Schiele","email":"miriam.schiele@uni-tuebingen.de","abstract":"Doctoral Candidate in English Linguistics\r\nUniversity of Tübingen\r\nmiriam.schiele@uni-tuebingen.de","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1051,"guid":"26462b83-1c64-45f1-8455-79eb4ef126d1","title":"Mehrsprachigkeit in Fanfiction","language":"de","subtitle":"Eine Übersicht zur Nutzung zusätzlicher Sprachen in grundlegend englischen Winterbaron-Geschichten","description":"\u003cb\u003eDer Vortrag findet online statt und wird im angegebenen Raum gezeigt gestreamt.\u003c/b\u003e\r\n\r\n\r\n\r\nFanfiction, die unbezahlte Literatur aus Liebe zu kommerziellen Geschichten, dient als freiwilliges informelles Schreiben bisher vorrangig der Untersuchung von Lernprozessen von Englisch als Zweit- und Fremdsprache sowie der eigenständigen Pflege von Herkunftssprachen. In einer zunehmend von Englisch dominierten Welt, in deren zumindest westlichen Medien oftmals eine ideologisch untermauerte Konvention der Einsprachigkeit vorherrscht, ist es jedoch ebenso wichtig, aufkeimende Zuwiderhandlungen zugunsten anderer Sprachen und ihr Potential hin zur Wertschätzung und Unterstützung eben dieser und der Mehrsprachigkeit als solches zu erfassen.\r\nDieser Vortrag auf Basis einer aktuellen Hausarbeit behandelt die Analyse einer Stichprobe von 300 Fanfictions der Kategorie Winterbaron, einer Kombination zweier mehrsprachiger Charaktere des MCU, konkret „Winter Soldier/Zimniy Soldat“ Bucky Barnes and Baron Helmut Zemo. Quantitativ erfasst wurden das Verhältnis an ein- versus mehrsprachigen Texten, ihre Ausmaße sowie die Häufigkeiten und Kombinationen der Zusatzsprachen und das Vorhandensein (bzw. die Platzierung) von Übersetzungen. Qualitativer erfasst wurden die Verwendungszwecke der Zusatzsprachen, bzw. die scheinbaren Auslöser der Sprachwechsel, die Umfänge und Arten der anderssprachigen Äußerungen, besonders bei Schriftwechseln, und eventuelle Autorenkommentare zu ihnen.\r\nErwartungen übertreffend waren über sechzig Prozent der Stichprobentexte mehrsprachig, mit einer Durchschnittslänge über dem Doppelten der einsprachigen Texte. Die häufigtsen Zusatzsprachen waren Russisch (mit Abstand) und Deutsch, wobei Einzeltexte bis zu sieben verschiedene Sprachen enthielten und die Stichprobe insgesamt fünfzehn. Das fiktive Sokovisch des Barons wurde dabei durch Slowakisch, Serbisch und Bulgarisch repräsentiert und in einem Fall anhand des Litauischen konstruiert. Vorrangig dienten diese Sprachen der Zierde und Authenzität, aber auch dem Signalisieren von Kontrollverlust, der Trennung von Bucky und seinem Alter Ego Zimniy Soldat und zum Erzeugen von Spannung oder Humor durch Unverständlichkeit.\r\nAutoren haben eigene Sprachkenntnisse ausgelebt oder sind durch Hilfsmittel über diese hinausgegangen, um die hier offenkundig begehrte, reichhaltige Mehrsprachigkeit zu erreichen.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":null,"speakers":[{"guid":"abfc7d74-a330-5127-94ea-b5c3662cb30e","id":928,"image":null,"name":"Laura K. Schwerdtfeger","public_name":"Laura K. Schwerdtfeger","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1113,"guid":"ec28fc6b-7d71-467c-be18-14aa57545469","title":"Metapragmatik: Linguistik an den Schnittstellen zwischen Sprachsystem, Sprachgebrauch und Gesellschaft","language":"de","subtitle":null,"description":"Dass ‚Reflexivität‘ – die Möglichkeit, sich auf sich selbst beziehen zu können – eine wesentliche Eigenschaft, vielleicht sogar ein „design feature“ (Hocket 1963: 10) menschlicher Sprache und Kommunikation ist, ist in der Sprachwissenschaft, Sprachphilosophie und Sprachanthropologie weithin diskutiert worden (vgl. etwa Jakobson [1955] 1971; Lucy 1993; Taylor 2000). Reflexivität ermöglicht es, Sprache zu kontextualisieren, das heißt, potenziell unterspezifizierte bzw. ambige sprachliche Zeichen im Kontext zu verankern und sie damit für Kommunikationsakteur:innen deutbar und letztlich nutzbar zu machen (Silverstein 1993: 36f.). Sie ermöglicht darüber hinaus aber auch, dass Sprache mehr werden kann als ein Werkzeug, „um einer dem anderen etwas mitzuteilen über die Dinge“ (Bühler [1934] 1999: 24) – das heißt, dass sie über die referenzielle Funktion hinaus insbesondere auch zahlreiche und mächtige soziale Funktionen haben kann, etwa im Zusammenhang mit Identifizierungs- und Positionierungsprozessen (man denke rezent nur an die Debatte um gendersentitiven Sprachgebrauch). Und schließlich wirkt Reflexivität auch umgekehrt zurück vom Sprachgebrauch auf das Sprachsystem:\r\n\r\n„it is not simply that conversation cannot proceed without the metalinguistic function [i.e., reflexivity; JS], but that language itself would collapse without it. For not only is the metalinguistic function important for negotiating the individual exchange, it is also vital for keeping alive the consensual basis for the ‘rules’ of language by which any discourse community operates.“ (Seargeant 2009: 358)\r\n\r\nAufgrund dieser eminenten Bedeutung von Reflexivität konstatiert Silverstein (1985), dass der Gesamtgegenstand der Sprachwissenschaft („the total linguistic fact“) gerade in der Verbindung und Wechselwirkung von Sprachsystem, Sprachgebrauch und Sprachreflexion bestehe: Statt nur das System, nur den Gebrauch oder nur die Bewertung von Sprache in den Blick zu nehmen, müssten deren Zusammenhang und Interferenzen erklärt werden, wenn die Sprachwissenschaft erklären möchte, wie Sprache verwendet wird, sich verändert und gesellschaftlich wirkt.\r\n\r\nDie von Silverstein initiierte Metapragmatik setzt sich genau dies zur Aufgabe. In diesem Vortrag werden die Grundideen und wesentliche Grundkonzepte dieses Zugangs vorgestellt und diskutiert. Insbesondere die Rolle von Sprachreflexion (bzw. Sprach- und Kommunikationsideologien) in dieser Dreiecksbeziehung und ihre Bedeutung als Bindeglied zwischen Sprachsystem, Sprachgebrauch und Gesellschaft steht dabei im Mittelpunkt.\r\n\r\n\r\nLiteratur\r\nBühler, Karl. 1999. Sprachtheorie: Die Darstellungsfunktion der Sprache. Stuttgart: Lucius \u0026 Lucius [zuerst: Jena: Fischer 1934].\r\nHocket, Charles F. 1963. The problem of universals in language. In: Joseph H. Greenberg (Hg.): Universals in Language. Cambridge, MA: MIT Press, 1–29.\r\nJakobson, Roman. 1971. Shifters, verbal categories, and the Russian verb. In: Selected Writings. Bd. 2: Word and Language. Berlin, 130–147 [zuerst: Harvard 1955].\r\nLucy, John A. (Hg.). 1993. Reflexive Language: Reported Speech and Metapragmatics. Cambridge: Cambridge University Press.\r\nSeargeant, Philip. 2009. Language ideology, language theory, and the regulation of linguistic behaviour, Language Sciences 31: 345–359.\r\nSilverstein, Michael. 1985. Language and the culture of gender: At the intersection of structure, usage, and ideology. In: Elizabeth Mertz \u0026 Richard J. Parmentier (Hgg.): Semiotic Mediation: Sociocultural and Psychologic Perspectives. Orlando: Academic Press, 219–259.\r\nSilverstein, Michael. 1993. Metapragmatic discourse and metapragmatic function. In: Lucy (1993), 33–58.\r\nTaylor, Talbot J. 2000. Language constructing language: the implications of reflexivity for linguistic theory, Language Sciences 22(4): 483–499.","duration":3900,"time_slots":13,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":969,"image":null,"name":"Jürgen Spitzmüller","public_name":"Jürgen Spitzmüller","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T17:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T18:35:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1054,"guid":"fe57bc30-4e49-4d62-ab8d-c29d3b3a7cd5","title":"Metrolingualism in Berlin","language":"en","subtitle":"Decline or Change in Heritage Languages?","description":"Languages worldwide are undergoing a profound shift, with global languages and regional lingua francas gaining prominence while indigenous languages face challenges in survival. Linguists estimate that half of the over 7’000 languages spoken worldwide are in danger of disappearing (Ethnologue, Glottolog). Globalization and urbanization are among the leading factors contributing to the decline of indigenous languages as their speakers leave their homes for big cities in search for better economic opportunities (Austin 2011; Amano et al. 2014).\r\nThe principal aim of this study is to investigate the key factors contributing to language preservation and language decline in urban contexts, taking Berlin as a model example. According to the Berlin-Brandenburg Statistics Office, approximately every fifth person in Berlin comes from a non-German cultural background with over 160 different countries represented (SBEE), making Berlin one of the most multicultural urban centers in the world. Our research addresses questions such as which heritage languages have a chance of survival, how members of various language communities presently organize themselves, and what are their needs and wants. For our study, 26 interviews were conducted with speakers  of  32 languages, various cultural backgrounds, ages, and professions.\r\nThe results of our research conducted in collaboration with over 30 students in the course of two semesters reveal several critical factors influencing language endangerment, including the size and cohesiveness of the community, the involvement of embassies, the presence of inter-community rivalries in their country of origin, and the availability of essential infrastructures in Berlin such as libraries, bookstores, cultural centers, religious facilities, food stores, and restaurants. Language acquisition opportunities in kindergartens, schools, language schools, and language cafes also play a significant role, as they facilitate intergenerational language transmission. The existence of a standardized writing system is another significant aspect, as the absence of established input methods for orally transmitted languages leads to their lower visibility in social networks and mass media.\r\nIn this talk, we will present our contributions to two larger scientific projects ‘Berlin spricht!’ and the online platform ‘Sprachen Berlins’. Additionally, we will discuss the results of the interviews and consider concrete measures to support language communities in big cities. We hope that the results of our research will be used to inform policy decisions, adjusting them to the necessities of the communities, and to help preserve the language diversity in the city as well as to provide additional aid in language planning and revitalization.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"In unserem Projekt zum Multilingualismus in Berlin untersuchen wir die Sprachenvielfahlt Berlins und die Faktoren, die zum Überleben von Sprachen beitragen. Dabei liegt der Fokus auf nicht-europäischen Sprachen. Die Schwerpunkte unserer Forschung sind Multilingualismus in urbanem Kontext und Sprachbedrohtheit. Wir hoffen, dass die Ergebnisse unserer Studie in die politischen Entscheidungen einfließen werden, um sie an die Bedürfnisse der Gemeinden anzupassen und die Sprachenvielfalt in der Stadt zu erhalten.\r\nUnsere Studie  wird im Rahmen eines von Berlin University Alliance finanziertem Forschungstutorial durchgeführt. Wir sind sehr dankbar für die Möglichkeit, dieses Projekt zu realisieren. 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For this purpose, German subject-verb dependencies of embedded possessive relative clauses have been manipulated in a 2x2 fully-crossed factorial design (grammaticality x attractor verb match). Sentences were presented in a self-paced reading experiment and followed by open-ended comprehension questions, targeting both the interpretation of the number feature and the interpretation of the actor of the embedded relative clause (thematic subject). \r\nHere, only results about the interpretation data will be accounted for and discussed in the context of the two major theories of agreement attraction: the encoding-based accounts and the memory retrieval-based accounts. The former explains attraction effects in terms of false encoding of the number feature on the subject noun; thus predicting number misinterpretations. The latter assumes a cue-based memory retrieval mechanism that is triggered at the verb. Due to interference, there arises the possibility of retrieving the false noun. As a result, thematic misinterpretation arises.\r\nResults, derived from Bayesian inference, revealed the hallmark pattern of attraction effects (ungrammatical, attractor-verb match conditions are more likely to exhibit errors compared to ungrammatical, attractor-verb mismatch conditions) only for number misinterpretations. However, attraction also caused misinterpretations of the actor noun shown by more errors in attractor-verb match conditions compared to mismatch, regardless of grammaticality. 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Da sowohl \r\nAd-hoc-Bildungen als auch Komposita Information verdichten, liegt ihre Verwendung in \r\nZeitungen nahe, wo die Zeichenanzahl begrenzt ist. Zuerst wurden in den Überschriften \r\nvorkommende Nominalkomposita mithilfe des Duden-Wörterbuchs und des \r\nNeologismenwörterbuchs des IDS auf ihre Lexikalisiertheit bestimmt; Kamen sie in keinem \r\nder beiden Wörterbücher vor, wurden sie in den Korpus der Arbeit aufgenommen. Um zu \r\nbestimmen, ob sich manche Begriffe, wenn auch nicht in der Alltagssprache der \r\nDeutschsprecher:innen vertreten, als feste Bestandteile der österreichischen Pressesprache\r\netabliert haben, wurde der Korpus mit der Datenbank der österreichischen Zeitungen der \r\nAustria Presse Agentur (APA) abgeglichen.\r\n\r\nDie quantitative Untersuchung ergab, dass 7,1% aller der in den Überschriften\r\nvorkommenden Wörter okkasionelle nominale Komposita bildeten. Dreizehn Komposita \r\nzeigten über 1500 Treffer in der APA-Datenbank – hier fanden sich vermehrt Begriffe aus \r\ndem Wirtschafts- und Sportbereich. Elf der untersuchten Komposita hatten weniger als zwei\r\nEinträge, diese waren fast zur Hälfte dreigliedrig. Die qualitative Untersuchung von acht\r\nnominalen Ad-hoc-Komposita belief sich auf die Analyse hinsichtlich morphologischer\r\nStruktur, semantischer Qualität und Funktion im Text. Die Untersuchung ergab unter \r\nanderem, dass die Zusammensetzung zweier Lexeme aus unterschiedlichen Sprachvarietäten \r\nauf einen mündlichen Sprachgebrauch hindeutet, wie es bei Interviews der Fall ist. Weiters \r\nwurde im Vergleich zweier Okkasionalismen, welche das selbe Thema behandelten, \r\nveranschaulicht, dass der formal-morphologische Aufbau eines Kompositums zwar ident sein \r\nkann, sich jedoch die semantische Relation zwischen den Konstituenten unterscheidet.\r\n\r\nDie Arbeit zeigt, dass okkasionelle Nominalkomposita eine maßgebliche Rolle in der \r\nPressesprache spielen. Durch ihre Möglichkeit, Lexeme unterschiedlichster Art in einem Wort \r\nzusammenzufügen, entfalten Komposita das Potential einer expressiven Stilistik und einer \r\nsemantischen Wirkkraft. Der qualitative Teil der Arbeit verdeutlicht die Relevanz eines \r\nsprachpraxeologischen Ansatzes bei der Analyse von Determinativkomposita","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Corpus Linguistics","abstract":"Eine Untersuchung der Verwendung okkasioneller Nominalkomposita in den Überschriften der österreichischen Tageszeitungen \"DER STANDARD\", \"ÖSTERREICH\" und \"Kronen Zeitung\" vom 05.05.2023 hinsichtlich ihres quantitativen Aufkommens und ihrer morphologischen und semantischen Qualität.","speakers":[{"guid":"a53c5554-b0ce-5656-bbc7-8aea422147a3","id":940,"image":"/system/people/avatars/000/000/940/original/Profilbild.jpg?1694167366","name":"Astrid Fabian","public_name":"Astrid Fabian","abstract":"Ich studiere im bald 5. Semester Deutsche Philologie (BA) an der Universität Wien, habe zwei Semester lang Vergleichende Literaturwissenschaft (BA) studiert und beginne nächstes Semester mit dem Studium der Pharmazie (BSc).","description":"Ich könnte keinen Lieblingsfachbereich in Germanistik nennen, da mich der komplette Studieninhalt wahnsinnig interessiert. Besonders fasziniert haben mich in meinem Studium bis jetzt der Sprachwandel von der indogermanischen Sprache bis ins Neuhochdeutsche und die komplexe Liebesthematik in der älteren deutschen Literatur. In meiner Freizeit gehe ich liebend gerne ins Theater, ich habe auch bereits in diversen Theater- und Musicalproduktionen mitgewirkt. Lesen als Hobby ist als Germanistikstudentin ja beinahe schon Pflichtprogramm.","links":[]}],"start_time":"2023-10-26T15:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1115,"guid":"97f98f8f-ba9f-4dda-b7f7-57380239e37f","title":"Opening Session","language":"en","subtitle":null,"description":null,"duration":3300,"time_slots":11,"logo":null,"type":"other","do_not_record":false,"track":null,"abstract":null,"speakers":[],"start_time":"2023-10-26T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T10:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1111,"guid":"c96e50d9-0dc5-4f45-9b9d-bec6fd3f15ff","title":"Ortsnamen und Siedlungsgeschichte am Beispiel des bairischen Sprachraums in Österreich","language":"de","subtitle":null,"description":"Sprachgeschichte wird meistens „selbstreflexiv“ betrieben, indem mithilfe sprachlicher Zeugnisse Schlüsse auf die enthaltene Sprache selbst gezogen werden. Man kann sie aber auch als „angewandte Sprachgeschichte“ sehen (obwohl es diesen Terminus nicht gibt), die aufgrund der verwendeten Sprache Aussagen über andere Sachgebiete erlaubt. Ein Bereich, der sich schon seit etwa 150 Jahren bewährt hat, ist die Rekonstruktion von Siedlungsgeschichte durch die Ortsnamenüberlieferung. Der Vortrag soll einerseits einen Überlick über Methoden und Anwendungen geben, andererseits eine Fallstudie anhand der Besiedlung Niederöstereichs im Frühmittelalter vorstellen.","duration":3900,"time_slots":13,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Historical Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":967,"image":null,"name":"Peter Ernst","public_name":"Peter Ernst","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T16:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T17:35:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1108,"guid":"378a5fd5-4664-4e84-a5ff-8629fa7b07ef","title":"Paarformeln/Wortgeschwister mit Vornamen als sprachliches Phänomen im Kontext von Hate Speech auf Twitter/X","language":"de","subtitle":null,"description":"Hate Speech/Hassrede ist ein Thema, das die aktuelle Forschung sowohl linguistisch als auch interdisziplinär beschäftigt. Die Computerlinguistik versucht bereits durch automatische Annotation mit Hilfe von KI Hate Speech automatisch zu erkennen. In meiner aktuellen Hausarbeit versuche ich Paarformeln/Wortgeschwister mit Vornamen als sprachliches Phänomen näher zu beschreiben und wie dieses im Kontext von Hate Speech auf Twitter/X auftritt. Als Datengrundlage dient mir ein Datensatz von 115 Tweets zu den Anfragen “Mohammed und”, “und Ali” und “und Hassan”. Nach dem Herausfiltern von Dopplungen durch Retweets bleiben 14 Tweets zur näheren Analyse übrig, die ohne notwendigen weiteren Kontext als Hate Speech einzuordnen sind und eine Paarformel bzw. Wortgeschwister mit Vornamen aufweist. Zur Veranschaulichung lässt sich folgendes Beispiel nennen: @BlauesBaerli @Simkarte3 @welt Und nur als kleine aber feine Ergänzung: Mhammed und Ali kommen zusätzlich um dir dein Hack, deine Frau und unsere Freiheit zu nehmen! Dieses Land ist dem Untergang geweiht, der Zug ist abgefahren. Um als Hate Speech zu gelten, müssen die Vornamen in den Paarformeln generalisiert für eine ganze Gruppe stehen und dürfen sich nicht auf einzelne Personen beziehen. Dabei fällt auf, dass größtenteils arabische und männliche Namen verwendet werden. Um das sprachlicher Phänomen näher zu beschreiben, wird sich an den Termini der Phraseologie bedient. Die Veränderung der Reihenfolge der Vornamen oder der Austausch der Vornamen mit anderen, verändert die pragmatiscche Bedeutung des Phrasems, den sprachlichen Ausdruck von Hass, nicht. Die unveränderliche Wortfolge von Wortpaaren im Besonderen (vgl. Azzenine 1993: 48) trifft auf Paarformeln mit Vornamen nicht zu. Die Implikaturtheorie liefert einen pragmatischen Erklärungsansatz für dieses sprachliche Phänomen. Die in dieser Arbeit untersuchten Phraseme sind an den Kontext der Hate Speech gebunden. Setzt man eine der Paarformeln in einen anderen Kontext, geht die generalisierende Funktion und der damit mögliche Ausdruck von sprachlichem Hass gegenüber einer ganzen Gruppe verloren. Die untersuchten Paarformeln lassen sich somit als konventionelle Implikaturen bezeichnen.","duration":900,"time_slots":3,"logo":null,"type":"Poster","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"1649891a-e1be-5784-932e-82dfd8678726","id":936,"image":"/system/people/avatars/000/000/936/original/Bewerbungsfoto_0003.jpg?1693999062","name":"Maren Pekruhl","public_name":"Maren Pekruhl","email":"marenpekruhl@studium.uni-hamburg.de","abstract":"Ich studiere aktuell Germanistische Linguistik an der Universität Hamburg (UHH) im Master. Meinen Bachelor in Deutscher Sprache und Literatur habe ich ebenfalls an der UHH absolviert. In meiner Bachelor Arbeit habe ich das Formular von modernen Grabinschriften und Traueranzeigen verglichen. Neben meinem Studium arbeite ich als WHK beim Excellenzcluster CLICCS (Climate, Climate Change and Society) in der Forschungskoordination und unterstütze als WHK das Projekt \"Schoolscapes\" an der UHH. ","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T13:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T13:45:00.000+02:00","room":{"name":"List of posters on saturday","id":142}},{"id":1073,"guid":"b3485d90-7d73-4f12-b05b-7b316a770cf3","title":"Partitivpronomen und Partitivdeterminierer in der ostbelgischen Varietät des Deutschen","language":"de","subtitle":null,"description":"Partitivpronomen, wie etwa in (1) und (2), tauchen in zahlreichen Varietäten des Deutschen auf, \r\nwie zum Beispiel im Hessischen (Strobel 2017), Walliser Deutsch (Strobel \u0026 Glaser 2021) aber \r\nauch im Niederländischen (Sleeman \u0026 Ihsane 2020; Sleeman \u0026 Luraghi 2023). Darüber hinaus \r\nverfügen das Luxemburgische (Döhmer 2020) sowie ostbelgische Varietäten zusätzlich über \r\nPartitivdeterminierer, s. (3). \r\nDas Paradigma der luxemburgischen Partitiva besteht aus däers/es für unzählbare \r\nMaskulina und Neutra im Singular, där/der für unzählbare Feminina im Singular oder Plurale, \r\nwobei die erst genannte Form die starke Variante darstellt, während die zweiten Formen das \r\nschwache Pendant bilden. In ihrer Nutzung als Pronomen besteht Variation zwischen den \r\nstarken und schwachen Partitiva, während als Determinierer lediglich die starken genutzt \r\nwerden können (vgl. Döhmer 2020: 98–102). \r\nUm die Existenz von Partitiva in den ostbelgischen Varietäten des Deutschen zu belegen \r\nwurde eine Datenerhebung durchgeführt, welche die Annahme bestätigte. Demnach bilden der\r\nund däs in komplementärer Verteilung das Partitivsystem in Ostbelgien. Dabei ist ihre Nutzung \r\nabhängig vom Referenznomen, welches sie referenzieren (Partitivpronomen) bzw. welches sie \r\nspezifizieren (Partitivdeterminierer). Die Nutzung von däs ist auf unzählbare Maskulina (1) und \r\nNeutra (2) beschränkt, während der sowohl bei zählbaren Nomen im Plural (3,5), als auch \r\nunzählbaren Feminina (4) genutzt wird. Die Kongruenzbedingungen gleichen denen der \r\nluxemburgischen Partitiva (Genus, Numerus und Zählbarkeit/Individuierbarkeit), jedoch ist das \r\nostbelgische Partitivsystem mit lediglich zwei Formen reduzierter und verfügt deshalb nicht \r\nüber eine stark-schwach Differenzierung. \r\n\r\n(1) Däs haan ech noch jett. [Senf]\r\nPRTV habe ich noch etwas.\r\n‚Ich habe noch etwas (?\r\ndavon).‘\r\n\r\n(2) Has du däs noch? [Mehl]\r\nHast du PRTV noch?\r\n‚Hast du noch welches?‘\r\n\r\n(3) Wu krecht mer der Tasse?\r\nWo kriegt man PRTV Tassen?\r\n‚Wo bekommt man solche Tassen her?‘\r\n\r\n(4) Kannst du mir der motbrenge ? [gesalzene Butter]\r\nKannst du mir PRTV mitbringen?\r\n‚Kannst du mir welche mitbringen?‘\r\n\r\n(5) Dan jéf mir der wéiß-er dréi. [Brötchen]\r\nDann gib mir PRTV weiß. PRTV drei. \r\n‚Dann gib mir drei von den Weißen.‘\r\n\r\nDer Grund für die pronominale Verwendung könnte eine nominale Ellipse sein, welche \r\ndie Nutzung des Partitivpronomens aufgrund mangelnder Kongruenzmerkmale an Quantoren \r\nund Adjektiven notwendig macht. Dafür spricht auch die durch Partitivpronomen ausgelöste \r\nFlexionsendung -er an Adjektiven (5), sowie die insgesamt flexible Satzstellung der Partitiva. \r\nWeitere Untersuchungen sind notwendig, um diese ersten Beobachtungen zu beweisen und \r\neventuell weitere Besonderheiten aufzudecken. \r\n\r\n\r\nVerzeichnis\r\nDöhmer, Caroline. 2020. Aspekte der luxemburgischen Syntax. Melusina Press. \r\nhttps://doi.org/10.26298/QJZ4-3Q96.\r\nSleeman, Petra \u0026 Tabea Ihsane. 2020. Convergence and divergence in the expression of \r\npartitivity in French, Dutch, and German. Linguistics 58(3). 767–804. \r\nhttps://doi.org/10.1515/ling-2020-0090.\r\nSleeman, Petra \u0026 Silvia Luraghi. 2023. Crosslinguistic variation in partitives. Linguistic \r\nVariation 23(1). 1–27. https://doi.org/10.1075/lv.21020.lur.\r\nStrobel, Thomas. 2017. Pronominale Partitivität: Arealität und Mikrovariation einer \r\nmorphosyntaktischen Variable in den Varietäten des Deutschen. Frankfurt am Main: \r\nJohann Wolfgang Goethe-Universität.\r\nStrobel, Thomas \u0026 Elvira Glaser. 2021. The Rise and Fall of Partitive Markers in Some \r\nGermanic Varieties. In Tabea Ihsane (ed.), Disentangling bare nouns and nominals \r\nintroduced by a partitive article (Syntax \u0026 Semantics 43). Leiden ; Boston: Brill.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":null,"speakers":[{"guid":"cafad1b5-e645-576e-9c49-4a7f9493336a","id":935,"image":null,"name":"Sven Brauer","public_name":"Sven Brauer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1076,"guid":"00bd6f00-aa29-4ffc-8066-935f83888730","title":"Perceptual dialectology within Greater Manchester:","language":"en","subtitle":" Recognition of urban language varieties in the boroughs of Stockport and Salford in relation to forensic applications. ","description":"This study presents a small-scale investigation on recognition of urban language varieties within Greater Manchester. The study focuses on the two boroughs of Salford and Stockport exploring how geographical proximity and the presence of distinctive phonological features can impact recognition rates, specifically exploring how this data can be used in forensic applications when judging reliability of witness speaker identifications. \r\n\r\nAn online survey was used to explore how these variables impact recognition rates with listeners given 12 audio stimuli from three different boroughs, both Stockport and Salford and also stimuli from Trafford was used as a distractor. Each of the given stimuli included one of the four phonological features THOUGHT, HAPPY, GOOSE and START vowels and each vowel was present in one stimuli per borough. \r\n\r\nThe data in the present study revealed that geographical proximity had more of an impact on Salford respondents than on Stockport respondents and that the presence of certain phonological features particularly the START vowel can increase the likelihood of correct identification. The data also revealed the amount of interspeaker variation on correct identifications. This study clearly demonstrates at least some of the complexities faced when using lay persons as voice witnesses.\r\n\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"This talk will discuss a recent study I did for my final year undergraduate project. The project investigated the effect of geographical proximity on the successful identification of accents and how the presence of particular phonological features influence the participants’ successful identification outcomes. The wider scope of this investigation looked into forensic applications of this perceptual dialectology study to determine how this can be used to potentially determine reliability of witness speaker identifications.","speakers":[{"guid":"3bc029c4-731b-56fb-ac03-58862b524114","id":943,"image":null,"name":"Tallulah Buckley","public_name":"Tallulah Buckley","abstract":"My name is Tallulah Buckley (she/her) and I am currently a student at the University of York  where I completed my undergraduate Linguistics (BA) earlier this year and am now studying Forensic speech science (MSc) with the department of Language and Linguistics.","description":"I completed a Linguistics (BA) in June this year and have now progressed on to Forensic speech science (MSc) in order to continue focusing on the forensic applications of Linguistics and how this are incorporated into various aspects of research and analysis. After this year improving my research and linguistic abilities I would like to continue on to further research and obtain a PHD. ","links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1060,"guid":"f9ec7725-ed47-49b8-9332-cfacd5778a41","title":"Perpetuating world views: The (re)production of Discourses in educational space","language":"en","subtitle":null,"description":"Power in language is not always an overt top-down mechanism, but rather a subtle and often hardly perceptible one, aimed at achieving different goals (Foucault, 1971, 1972). The space in which power and language come together is big “D” Discourse. Constructing discourses (with a little “d”, i.e. language in use) (Gee, 2015) can be a matter of the social position in which we find ourselves (Bourdieu, 1982, 1993). Discourses, different visions, shapes of identities and behaviours fusion in very specific contextual circumstances, so-called chronotopes, such as oral conversations or a university lecture (Bakhtin, 1981). A particular place where these dynamics happen are educational spaces. \r\nIn my thesis, I am examining specific extracts from discourses in two Italian middle schools and one preschool. I aim to show how parts of Discourse are negotiated, reproduced, and transmitted in institutional spaces. The proposed excerpts include statements within (1) sociopolitical, (2) cultural and (3) religious themes. The aim is to unmask the selection of different discourses in Italian institutions that condition communication in the educational space, question them, and investigate how we can gain a more conscious view on the discourse-ideological machinery.\r\n\r\nReferences:\r\n\r\nBakhtin, M. M. (1981). The dialogic imagination: Four essays. Austin: University of Texas Press. http://archive.org/details/dialogicimaginat0000bakh_r5j1.\r\nBourdieu, P. (1982). Ce que parler veut dire: L’économie des échanges linguistiques. Fayard.\r\nBourdieu, P. (1993). Language and Symbolic Power: (J. Thompson, Ed.). Harvard University Press.\r\nFoucault, M. (1971). Orders of discourse. Social Science Information, 10(2), 7-30. https://doi.org/10.1177/053901847101000201.\r\nFoucault, M. (1972). The archeology of knowledge. London: Tavistock.\r\nGee, J. P. (2015). Discourse, Small d, Big D. In The International Encyclopedia of Language and Social Interaction (pp. 1– 5). John Wiley \u0026 Sons, Ltd. https://doi.org/10.1002/9781118611463.wbielsi016.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":"In the current work on my Master’s thesis I am investigating the interaction of language and power based on ethnographic research carried out through participant observation in two institutional contexts in Northern Italy. In my research, I have been focusing on (1) the powerful characteristic of institutional language that permits the transmission of knowledge and (2) the analysis of D(d)iscourses that circulate in schools, by investigating their structure and their effects. \r\n","speakers":[{"guid":"2c9a93c0-3464-5d46-a378-80882773a5e8","id":938,"image":null,"name":"Elias Telser","public_name":"Elias Telser","email":"890603@stud.unive.it","abstract":"Elias Telser interpretiert Dynamiken auf soziopolitischer und kultureller Basis, wobei die Sprache der Raum ist, in dem Macht und Ideologien aufeinandertreffen. Soziolinguistik und kritische Diskursanalyse sind die Besonderheiten einiger der von ihm untersuchten Themen, wobei der Schwerpunkt auf der Verknüpfung von Kultur und Identität liegt.","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1119,"guid":"94b1c2c7-5874-4fb7-89d4-11187ee20898","title":"Poster Session","language":"","subtitle":null,"description":"Siehe den 'Raum' ganz rechts im Programm für Informationen über einzelne Poster.\r\nIgnoriere die angegeben Uhrzeiten.","duration":5100,"time_slots":17,"logo":null,"type":"Poster","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":null,"speakers":[],"start_time":"2023-10-28T12:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T13:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1058,"guid":"488ea4af-48a6-40e9-96d0-f0e4809934dc","title":"Pravi Purgeri","language":"en","subtitle":"Different language attitudes within the Kajkavian dialect family","description":"The Croatian language, belonging to the BCMS language family, comprises three dialect families: Štokavian, Čakavian, and Kajkavian. These dialects differ in how they ask \"what,\" using “što” for Štokavian, “kaj” for Kajkavian, and ča for Čakavian. The Štokavian dialect forms the basis of the Standard language, revitalized after the Yugoslavian war in the 1990s. Subsequently, Croatia has implemented an extensive language policy [1].\r\n\r\nWhile this “puristic movement”  led to a decrease of dialect speakers for both, Čakavian and Kajkavian, it seems that the Kajkavian speakers inhabiting the City of Zagreb, capital of Croatia, are resistant towards this trend. Looking at previous research [2][3][4],  it looks like the speakers of Zagreb Kajkavian, which are often referred to as “Purger” (coming from the German word “Bürger”, meaning “citizen” [5]),  always had a very special language attitude towards their variety.[6] \r\n\r\nThe concept of language attitude refers to individuals' reactions toward language varieties and their users, shaped by psychological and sociocultural factors. Consisting of an interplay of cognitive elements involving beliefs and stereotypes, affective aspects that pertain to evaluations, and behavioral dimensions that reflect observable actions and responses [7], several methods have been developed to research language attitudes such as the societal treatment approach, the direct approach and the indirect approach [8]. By doing so, the aim is to document and explain language attitudes as well as to understand the consequences of language attitude towards Non-Standard speakers and to find measures to reduce negative bias  [9]. \r\n\r\nTherefore, this presentation aims to first analyze the characteristics of Zagreb Kajkavian and compare these to other Kajkavian dialects such as Međimurski Kajkavian and Zagorijan Kajkavian. Secondly, it summarizes previous research of language attitude of different Kajkavian communities, concluding in a research proposal to study the language attitude from both, Zagreb and other Kajkavian speakers, towards their dialect and the Standard language nowadays.\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"Croatia's language policy has caused a decline in dialect speakers, including Čakavian and Kajkavian. However, Kajkavian speakers in Zagreb resist this trend. These speakers, known as \"Purger,\" have a unique language attitude shaped by psychological and sociocultural factors. Language attitude involves cognitive, affective, and behavioral elements. Different methods exist to study language attitudes, aiming to understand and mitigate biases. This presentation analyzes Zagreb Kajkavian's characteristics, compares dialects, and proposes research on language attitudes toward dialects and Standard language.","speakers":[{"guid":"bfbf174b-1180-5171-8ca3-b75066664093","id":766,"image":"/system/people/avatars/000/000/766/original/XP2-33.jpg?1693573233","name":"Barbara Kovačić","public_name":"Barbara Kovačić","email":"Barbara.Kovacic@campus.lmu.de","abstract":null,"description":null,"links":[{"url":"https://twitter.com/FrauKovacic","title":"Twitter"},{"url":"https://github.com/barbarakovacic","title":"Github"}]}],"start_time":"2023-10-26T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1086,"guid":"e162e26a-8094-4f81-aea0-f924e22008f8","title":"Produktivität von Lehnaffixen","language":"de","subtitle":"Die Entwicklung des verbalen Suffixes -ier im Neuhochdeutschen","description":"In diesem Vortrag sollen die obengenannten Fragen anhand des verbalen Wortbildungsmusters \u003ci\u003e-ier\u003c/i\u003e und seiner Varianten \u003ci\u003e-isier\u003c/i\u003e und \u003ci\u003e-ifizier\u003c/i\u003e erörtert werden. Zur quantitativen Messung von Produktivität wurden vornehmlich die von Harald Baayen entwickelten, auf \u003ci\u003eHapax legomena\u003c/i\u003e beruhenden, Maße verwendet. Da in diachronen Untersuchungen Neubelege jedoch einen sehr viel direkteren Zugang zur Messung von Produktivität bieten, beruht die quantitative Messung von Produktivität in dieser Arbeit auf zwei von Kristian Berg eingeführten Maßen, die auf Neubelegen basieren und so „konzeptuell näher am ‚Kern‘ der Produktivität sind“ (Berg 2021: 54). Nicht trivial ist dabei die Klärung der Frage, welche Belege überhaupt als Neubildungen (und nicht etwa als Entlehnungen) einzustufen sind. In einem weiteren Schritt soll die Produktivität des Wortbildungsmusters auch qualitativ untersucht werden, indem mögliche Beschränkungen der Basis und Eigenschaften der Wortbildungsprodukte einbezogen werden. \r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Corpus Linguistics","abstract":"Ist schon die Definition des Begriffs der Produktivität nicht unumstritten, so stellt uns ihre Messung vor noch größere Schwierigkeiten, insbesondere im Bereich der Fremdwortbildung. Denn wie soll zwischen Neubildungen und Entlehnungen unterschieden werden? \r\n\r\n","speakers":[{"guid":"4223ccd9-4287-5910-bd24-2e7907191555","id":954,"image":null,"name":"Frederike Hubl","public_name":"Frederike Hubl","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T14:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1049,"guid":"6d51d538-9e96-4c57-8988-062a98599ee4","title":"QAnon in den sozialen Medien","language":"","subtitle":"Zur Reproduktion antisemitischer Topoi auf Facebook","description":"Um zu analysieren, ob und wie sich Facebook-User:innen des QAnon Spektrums antisemitischer Codes bedienen, wird eine Diskursanalyse angewandt, die sich am DIMEAN Modell nach Warnke \u0026 Spitzmüller (2008) orientiert. Der Fokus liegt bei der intratextuellen Ebene auf der Wort- sowie auf der Propositionsorientierten Analyse und auf transtextueller Ebene auf den Topoi und der Sozialsymbolik. Die wortorientierte Analyse zeigt Schlüsselwörter, Stigmawörter, Namen sowie Ad-hoc-Bildungen auf, während im Zuge der propositionsorientierten Analyse diese Schlüsselwörter etc. in ihrem Kontext näher erläutert werden. Dadurch ist es möglich, den Implikationen eine soziale Bedeutung für die betreffende Diskursgemeinschaft zuzuschreiben. Zusätzlich wird eine Nominations- und Prädikationsanalyse (vgl. etwa Reisigl \u0026 Wodak 2009) durchgeführt. Diese dient der Verdeutlichung dessen, dass die Verschwörungstheoretiker:innen die vermeintlichen Verschwörer:innen als jüdisch imaginieren (vgl. dazu Grigat 2007: 312).\r\n\r\nReferenzen\r\n\r\nBeirich, Heidi. 2021. Abstrus, aber brandgefährlich: QAnon und die amerikanische Demokratie. In Heike Kleffner \u0026 Matthias Meisner (Hgg.): Fehlender Mindestabstand: Die Coronakrise und die Netzwerke der Demokratiefeinde, 89–100. Freiburg im Breisgau: Herder.\r\n\r\nBlommaert, Jan. 1999. The debate is open. In Jan Blommaert (Hg.): Language Ideological Debates (Language, Power and Social Process 2), 1–38. Berlin \u0026 New York: De Gruyter. \r\n\r\nButter, Michael. 2020. „Nichts ist, wie es scheint“: Über Verschwörungstheorien. Frankfurt am Main: Suhrkamp. \r\n\r\nGrigat, Stephan. 2007. Fetisch und Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus. Freiburg: Ça ira.\r\n\r\nReisigl, Martin \u0026 Ruth Wodak. 2009. The Discourse-Historical Approach (DHA). In Ruth Wodak \u0026 Michael Meyer (Hgg.): Methods of critical discourse analysis. 2. Aufl., 87–121. London et al.: Sage. \r\n\r\nWarnke, Ingo H. \u0026 Jürgen Spitzmüller. 2008. Methoden und Methodologie der Diskurslinguistik: Grundlagen und Verfahren einer Sprachwissenschaft jenseits textueller Grenzen. In Ingo H. Warnke \u0026 Jürgen Spitzmüller (Hgg.): Methoden der Diskurslinguistik: Sprachwissenschaftliche Zugänge zur transtextuellen Ebene (Linguistik – Impulse \u0026 Tendenzen), 3–54. Berlin \u0026 New York: De Gruyter. \r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":"Die Superverschwörungstheorie (vgl. Butter 2020: 34) QAnon bedient sich einer Reihe antisemitischer Codes und strukturellem Antisemitismus (vgl. Beirich 2021: 92). Mein Vortrag soll illustrieren, wie erschreckend deutlich antisemitische Topoi in den QAnon-Verschwörungstheorien reproduziert werden. Im Fokus dabei stehen nicht die Ideology Broker (vgl. Blommaert 1999: 9) dieser Diskursgemeinschaft, sondern kleine Akteur:innen, die im sozialen Medium Facebook unter Beiträge kommentieren. ","speakers":[{"guid":"eda50bfe-8b14-59d8-995f-19f012c048a9","id":636,"image":"/system/people/avatars/000/000/636/original/IMG_2848.JPG?1637203649","name":"Laura Levstock","public_name":"Laura Levstock","email":"laura.levstock@univie.ac.at","abstract":"BA in Romance Studies (Focus: French) and in Linguistics (Focus: Applied Linguistics). Currently finishing up my MA in Applied Linguistics (Focus: Sociolinguistics and Discourse Studies) - all at the University of Vienna. \r\nTeam member of the association of emerging linguists. ","description":null,"links":[{"url":"https://twitter.com/lauraxlev","title":"Twitter"},{"url":"https://www.instagram.com/lauraxlev/","title":"Instagram"}]}],"start_time":"2023-10-28T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1044,"guid":"669f5d10-c5c2-47da-a253-f23a51c57a48","title":"Reflexive predicates and the Voice-v division of labor","language":"en","subtitle":null,"description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nEspecially with the advent of minimalist approaches to syntactic derivation, a growing pursuit since Chomsky (2000; 2001) concerns laying out the mechanisms of the Agree operation, the primary tool for feature-based dependencies (see Deal, 2023). Debates over the years have included search-space directionality, locale (syntax versus PF), and halting conditions. The particular line of research explored here involves the reducibility of binding to Agree (binding-as-agreement — henceforth: BAA), one of multiple ways in which researchers have attempted to decompose Conditions A–C (see Chomsky, 1981).\r\n\r\nTwo particularly intuitive principles guide a BAA approach. The fundamental restriction of precedence in anaphor distribution is described by Haspelmath (2023) as \"antecedent-reflexive asymmetry\" (2023: 37) — a postulate which entails Condition A. Moreover, the cross-linguistic empirical pattern emerges that pronominal forms and antecedents tend to match in φ-features (see Collins \u0026 Postal, 2012; the Pronominal Agreement Condition as in Angelopoulos et al., 2023).\r\n\r\nBased on antecedent-reflexive asymmetry and the Pronominal Agreement Condition, downward agreement serves as a natural explanation at play for local anaphors. Rooryck \u0026 Vanden Wyngaerd (2011; R\u0026VW) is a notable example of a BAA approach that seeks this. However, their account argues for a direct Agree relation between co-referent items — an account that falls out of place from a framework that delineate functional heads as probes, not lexical items such as anaphors. \r\n\r\nTaking on a more fine-grained structure of the verbal system (i.e., where Voice introduces external arguments, e.g., Harley, 2013), anaphors adjoining to the edge of vP would not c-command antecedents. As a result, I depart from R\u0026VW’s view that anaphors probe. Instead, I build on the analysis of Turkish by Paparounas \u0026 Akkuş (2023) in having Voice mediate this relation. The reflexive (IA) still moves to the phase edge, but serves as as goal rather than a probe. Agreement with Voice initially fails, since the anaphor carries unvalued features. Once the pre-valued EA is merged, Voice and the IA — as a composite probe — successfully Agree with the new specifier (as in cyclic Agree). T probes as expected, and the predicate verb can subsequently undergo head-movement to converge on linear order. \r\n\r\nThe IA undergoes movement to [Spec,vP] for a different reason than R\u0026VW originally proposed. While this movement, referred to as the “Principle for the Anaphoric Properties of Agreement (PAPA)” by Diercks et al. (2020: 361) still occurs, it is instead motivated by the EPP-feature on phase heads that triggers movement, such as with object shift in erg/abs voice alternations (e.g., Mandar: Brodkin, 2022; see Legate, 2014 on Achnese). As a consequence of adopting the novel pairing of object shift and BAA on a cross-linguistic scale, the information in the transferred vP phase need not be accessible to Agree. The parsimonious strong PIC can be freely maintained at this step via the conceptual unification between multiple argument systems.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":"/system/events/logos/000/001/044/original/square-ucsc-logo.png?1697594117","type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Theoretical Linguistics","abstract":"In this presentation, I propose a novel approach to deriving reflexives in transitive constructions that relies on the emergent cooperation between v and Voice in binding-as-agreement (BAA). I characterize anaphoricity with a reflexive-Voice that acts as a probe searching its c-command domain. The unvalued φ-features on a reflexive internal argument (IA) fail to satisfy (in the terminology of Deal, 2015) the Voice-head. The two form a composite probe (as in Paparounas \u0026 Akkuş, 2023) due to the failed agreement. Once the next element is merged, Voice finds the external argument (EA) in its specifier, which values both elements.\r\n\r\nDeparting from works such as Rooryck \u0026 Vanden Wyngaerd (2011) and Diercks et al. (2020), this analysis does not stipulate that antecedents and anaphors directly agree with one another as probes and goals. Moreover, I propose the conceptual revision that the IA in reflexive constructions does not remain in-situ. Rather, it undergoes object shift as a result of obligatory EPP on the phase-head v — motivated by observations of argument extraction in ergative/absolutive languages (e.g., Mandar: Brodkin, 2022; Chuj: Brodkin \u0026 Royer, 2021). Crucially, adopting this proposal allows the IA to be directly accessible to the Voice-probe when it begins search, and the parsimonious strong Phase Impenetrability Condition (PIC; see Chomsky, 2000; Gallego, 2020) can be maintained. Voice has no need to access the already spelled-out phase, since the EPP feature on v feeds movement of the IA to the phase edge. From a broader perspective, this novel combination proves especially relevant for future research on the distributional pattern of Condition A as a window into agreement relations.","speakers":[{"guid":"c9d1dac0-10ab-51a7-b12d-1e86a4c03be7","id":921,"image":"/system/people/avatars/000/000/921/original/CrossedArms-LowRes.jpg?1693027971","name":"Andrew Kato","public_name":"Andrew Kato","email":"anmkato@ucsc.edu","abstract":null,"description":null,"links":[{"url":"https://people.ucsc.edu/~anmkato","title":"Website"}]}],"start_time":"2023-10-28T09:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T09:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1106,"guid":"70c6dec2-7a12-4a7c-afdd-ae6fa32d6026","title":"Scavenger Hunt - Let’s learn RegEx the fun way!","language":"en","subtitle":null,"description":"When working on linguistic databases such as the Corpus Query Processor (CQPweb)[1] or grewMatch[2], it is easy to find specific words or phrases by entering them into the search field or specifying search parameters in the advanced search options. But as soon as we try to search words which fulfil a specific requirement or follow a specific pattern, querying the databases can become time consuming, e.g. searching words which end with the suffix “ing”. Fortunately, most linguistic databases offer the possibility to search after so-called “Regular Expressions”. Regular Expressions (also known as “RegEx”) are a versatile tool for pattern matching and text manipulation. They enable the user to define specific patterns or sequences of characters, making it easier to search for, extract, or replace text within a document or dataset. \r\n\r\nTherefore, this workshop aims to demystify RegEx through gamification. By doing so, the participants of the workshop will first get a short introduction in the main elements of RegEx, followed by a scavenger hunt, where they will use their acquired RegEx knowledge to solve a linguistic riddle. \r\n\r\nAlong the way, they will learn:\r\nSyntax and Building Blocks\r\nPatterns and Wildcards\r\nQuantifiers and Groups\r\nAlternation and Logical OR\r\nAnchors and Boundaries\r\nLookaheads and Lookbehinds\r\n","duration":3300,"time_slots":11,"logo":null,"type":"workshop","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":"RegEx is a versatile tool for pattern matching and text manipulation. The workshop aims to teach participants RegEx through gamification, starting with an introduction to its key elements and then allowing them to apply their knowledge in a scavenger hunt, where they will solve linguistic puzzles while learning about RegEx syntax, patterns, wildcards, quantifiers, alternation, anchors, boundaries, lookaheads, and lookbehinds.","speakers":[{"guid":"bfbf174b-1180-5171-8ca3-b75066664093","id":766,"image":"/system/people/avatars/000/000/766/original/XP2-33.jpg?1693573233","name":"Barbara Kovačić","public_name":"Barbara Kovačić","email":"Barbara.Kovacic@campus.lmu.de","abstract":null,"description":null,"links":[{"url":"https://twitter.com/FrauKovacic","title":"Twitter"},{"url":"https://github.com/barbarakovacic","title":"Github"}]}],"start_time":"2023-10-28T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T15:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1075,"guid":"9df60a22-c05e-40a2-b22b-4b66a9bb7a11","title":"\"Sie wünschen sich glatte Haut ohne Dellen.\"","language":"de","subtitle":"Die diskursive Konstruktion des 'Cellulite-Problems' ","description":"Das von Maasen beschriebene bioästhetische Narrativ ist Teil eines (vom neoliberalen Selbstoptimierungsimperativ und damit einhergehenden ‚Schönheitsidealen‘ geprägten) Körperdiskurses, innerhalb dessen sich in Bezug auf Cellulite ein für die Mehrheit aller Frauen völlig unerreichbares, gleichzeitig aber omnipräsentes und somit sehr ‚alltägliches‘ Ideal hält, dem nur schwer zu entkommen ist. Mit meiner Bachelorarbeit, die ich im WS 2022 am Institut für Sprachwissenschaft der Uni Wien geschrieben habe, wollte ich diesem Ideal auf der Basis einer fundierten wissenschaftlichen Analyse auf den Grund gehen: es theoretisch hinterfragen, analytisch ‚auseinandernehmen‘ und so im Sinne einer feministischen Wissenschaft letztendlich ein Stück weit aufbrechen. \r\n\r\nAnmerkung zur Kategorie ,Frauen‘: Natürlich können auch Menschen, die sich selbst nicht als Frauen identifizieren, Cellulite haben. Allerdings werden auf der von mir analysierten Website (und in vergleichbaren Texten) immer nur ‚Frauen‘ angesprochen – die Existenz einer solchen (homogenen) Gruppe als relevantes Publikum wir einfach vorausgesetzt, Männer oder nicht binäre Menschen werden als solches offenbar nicht mitgedacht. \r\n\r\nLiteratur \r\n\r\nMaasen, Sabine. 2008. Bio-ästhetische Gouvernementalität: Schönheitschirurgie als Biopolitik. In Paula-Irene Villa (Hg.). schön normal: Manipulationen am Körper als Technologien des Selbst. Bielefeld: transcript. \r\n\r\nMachin, David \u0026 Andrea Mayr. 2012. How to do Critical Discourse Analysis: A multimodal introduction. Los Angeles et al.: SAGE.\r\n\r\nRoyce, Terry D. 1998. Synergy on the Page: Exploring intersemiotic complementarity on pagebased multimodal text. JASFL Occasional Papers 1(1). 25-46.\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Applied Linguistics","abstract":"In meiner Bachelorarbeit habe ich versucht nachzuzeichnen, wie in Bezug auf das körperliche Merkmal ‚Cellulite‘, das die überwältigende Mehrheit aller Frauen aufweist und das kein ‚Problem‘ im medizinischen Sinne darstellt, diskursiv ein Problem konstruiert wird, das (einem offenbar breiten Konsens entsprechend) nach einer Lösung in Form einer Behandlungsentscheidung verlangt. Vor dem Hintergrund aktueller wissenschaftlicher Auseinandersetzungen mit Körperdiskursen habe ich diese diskursive Konstruktion des ‚Cellulite-Problems‘ zunächst aus theoretischer Perspektive betrachtet: Aufbauend auf das Denken Foucaults klassifiziert Maasen (2008) ‚Schönheitschirurgie‘ als moderne Biopolitik in Form einer bioästhetischen Gouvernementalität und spricht von einem dieser zugrundeliegenden Korpus von ‚Wissen‘, das sie als bioästhetisches Narrativ bezeichnet. Wie ebendieses Narrativ in Bezug auf Cellulite bedient und (re)produziert wird, diese so ‚denormalisiert‘, zu etwas Unerwünschtem und in weiterer Folge Behandlungswürdigem gemacht wird, und wie eine auf der paradox scheinenden Norm eines Cellulite-freien Körpers beruhende Behandlungsentscheidung vor diesem Hintergrund als Akt der Selbstbestimmung und -liebe erscheinen kann, habe ich im zweiten Teil meiner Arbeit durch eine multimodale kritische Analyse (vgl. Machin \u0026 Mayr 2012, vgl. Royce 1998) einer Ärzt*innen-Webseite, auf der Cellulite-Behandlungen angeboten werden, gezeigt: Das ‚Wissen‘ um ein defizitäres Vorher, ein harmloses Während der Behandlung und ein Glück versprechendes Nachher verweben sich an der diskursiven Oberfläche zu einem Bild der Wirklichkeit, innerhalb derer eine Behandlungsentscheidung als ‚normale‘ Entscheidung erscheint und das ‚Cellulite-Problem‘ im Spannungsfeld zwischen Selbstermächtigung und Selbstunterwerfung seine reg(ul)ierende Wirkung als Element bioästhetischer Gouvernementalität entfalten kann.","speakers":[{"guid":"abfdc071-326d-5e57-93b1-13bfc6a67ec6","id":948,"image":null,"name":"Hannah Lechner","public_name":"Hannah Lechner","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1091,"guid":"2e9689a3-44b7-4260-a56b-31db2bd60f71","title":"Sommergeschichten - Variation auf morphologischer und syntaktischer Ebene in der spontanen Textproduktion von Jugendlichen","language":"de","subtitle":null,"description":"Die Schriftsprachentwicklung bildet ein zentrales Untersuchungsfeld innerhalb der Psycholinguistik, welches durch Beiträge von etwa Hunt (u.a. 1965, 1970), Behrens (1998) und Nippold (2008) erheblich zur Erweiterung des Verständnisses der schriftsprachlichen Entwicklung in der Schulzeit und darüber hinaus beigetragen hat. Während der kindliche Erwerb der Schriftsprache bereits vielfach erforscht wurde, hat die Untersuchung im Jugendalter bislang wenig Aufmerksamkeit erhalten. Dieses Forschungsdefizit war Anlass für diese wissenschaftliche Erhebung im Rahmen eines Psycholinguistik-Seminars an der Karl-Franzens-Universität Graz.\r\n\r\nIm Rahmen der Studie wurden zwölf narrative Texte zum Thema „Sommergeschichten“ gesammelt. Ziel der Untersuchung war herauszufinden, wie sich das biologische Alter auf die Komplexität narrativer Texte im Jugendalter auswirkt. Daher wurden die Daten spontan von zwei unterschiedlichen Gruppen erhoben. Die eine Gruppe setzt sich aus Elf- und Zwölfjährigen zusammen, während die Teilnehmenden der anderen Gruppe drei bis vier Jahre älter waren. \r\n\r\nIm Fokus stand die Analyse der schriftsprachliche Entwicklung in der Morphologie und Syntax. Dabei wurde besonders die Komplexität der Nomen (Derivation), der Verben (Partikel- und Präfixverben) und der Syntax (Subordination und Koordination sowie Nominalphrasen) untersucht. Des Weiteren wurde Faktoren wie der Dialekt und das Lesen berücksichtigt. Für die Auswertung wurde ein quantitatives Verfahren gewählt. \r\n\r\nDie Entwicklung der Schreibkompetenz wird als eine Erweiterung der präexistierenden sprachlichen und kommunikativen Kompetenz betrachtet (vgl. Feilke 1996). Während die Flexion von Wörtern sowie eine Großzahl an Nomen bereits in der Altersspanne von sechs bis sieben Jahren erworben wird, baut sich das Verständnis für Derivation bis ins Erwachsenenalter aus. Auch die Komplexität der Syntax entwickelt sich noch bis in die späte Jugendzeit weiter (vgl. Ravid und Berman 2010, Nippold 2008). \r\n\r\nDieser andauernde Entwicklungsprozess konnte durch die vorliegende Studie bestätigt werden. So zeigte sich, dass die sprachliche Komplexität bei schriftlichen, narrativen Texten zwischen der Altersspanne von elf und fünfzehn Jahren zunimmt. Diese Erkenntnis betreffen sowohl die morphologische als auch syntaktische Ebene, wie in diese Vortrag näher erläutert wird.\r\n\r\nLiteraturverzeichnis: \r\nBehrens, H. (1998). How difficult are complex verbs? Evidence from German, Dutch and English. Linguistics, 36 (4), 679-712. https://doi.org/10.1515/ling.1998.36.4.679\r\nFeilke, H. (1996). Die Entwicklung der Schreibfähigkeiten. In H. Steger und H. Wiegand (Hrsgg.), Schrift und Schriftlichkeit, 1178-1190. Berlin, New York: Walter de Gruyter. \r\nHunt, K. W. (1965). Grammatical structures written at three grade levels. National Council of Teachers of English Research Report, 3. Champaign, Ill: Urbana. \r\nHunt, K. W. (1970). Syntactic maturity in school children and adults. Monographs of the Society for Research in Child Development, 35 (1), 1-61. \r\nNippold, M. A. (2008). Later Language Development: School-age Children, Adolescents, and Young Adults. Austin: PRO-ED.\r\nRavid, D., \u0026 Berman, R. A. (2010). Developing Noun Phrase Complexity at School Age: A Text-Embedded Cross-Linguistic Analysis. First Language, 30(1), 3–26. https://doi.org/10.1177/0142723709350531\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Neuro- and Psycholinguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"26d1441a-a056-5ac2-b192-fe30883cd3f0","id":907,"image":null,"name":"Hannah Höber","public_name":"Hannah Höber","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"16af6c17-5134-5801-91a1-940608b78a6d","id":896,"image":null,"name":"Anna-Lena Feichter","public_name":"Anna-Lena Feichter","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"ce45e3c8-cb4f-5fae-864b-57633b6ec8ad","id":956,"image":null,"name":"Nina Richter","public_name":"Nina Richter","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"90ba1590-64aa-5619-b0c1-d962e4796702","id":976,"image":null,"name":"Lucia Neuhold","public_name":"Lucia Neuhold","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T14:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1094,"guid":"9b25cca9-a195-40b5-aea0-d17de7572697","title":"\"Sprache ist ein wunderbares Mittel, um Zugehörigkeit zu konstruieren. Und Zugehörigkeit ist immer auch Identität.\"","language":"de","subtitle":"Zur Mehrsprachigkeit der Autorin Anna Baar.","description":"Anna Baar ist eine der politischsten Schriftstellerinnen Österreichs und verhandelt in ihrem literarischen Gesamtwerk die Beziehung zwischen Identität und Sprache auf persönlicher wie politischer Ebene ständig neu. Vor dem Hintergrund ihrer Romane und Kurzgeschichten zeichnet sich dabei ein deutliches Bild ihrer (mehrsprachigen) Sprachbiografie ab, die sich ständig an der Schwelle von Identitätskonstruktion, In- und Exklusion zu befinden scheint.\r\n\r\nIm Rahmen meiner Bachelorarbeit habe ich mich ebendiesem Themenbereich beschäftigt, mich dabei theoretisch vor allem auf die Konzepte von Busch (2021) gestützt und die Arbeit methodisch auf drei Säulen der Auswertung aufgebaut, wobei 1) ein Sprachenportrait (nach Busch 2006), 2) ein sprachbiografisches Interview mit der Autorin durchgeführt wurde und 3) ausgewählte Literaturstellen vor dem Hintergrund der Mehrsprachigkeitskonzepte Brigitta Buschs (2021) analysiert wurden. \r\n\r\nAls Ergebnis zeichnet sich eine Sprachbiografie ab, die sowohl bezüglich der inneren als auch der äußeren Mehrsprachigkeit vielfältig und von einem ständigen Hin und Her zwischen den beiden Erstsprachen Deutsch und Serbokroatisch geprägt ist. Dieses sprachliche ‚Schwanken‘ ist insbesondere durch eine explizit politische Dimension gezeichnet, da die Beurteilung der Erst- respektive Einzelsprachen je nach sozialem Umfeld als stark divergierend beschrieben werden kann – Sprache, soziales Umfeld sowie sozialer Status respektive Sprachbeurteilung seitens des Umfeldes scheinen sich in ständigem Austausch zu befinden.\r\n","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"850a4ae3-c5d7-543e-a338-8b7361c809a3","id":912,"image":null,"name":"Dorothea Sichrovsky","public_name":"Dorothea Sichrovsky","email":"dorothea.sichrovsky@univie.ac.at","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1109,"guid":"736dac84-8906-4be7-80d4-cfe47582ee9a","title":"Sprache und Trauma – Einblicke in ein junges Forschungsfeld","language":"de","subtitle":null,"description":"In den letzten Jahren ist in verschiedenen Bereichen der Soziolinguistik ein zunehmendes Interesse an der Bedeutung von Emotionen und Embodiment zu beobachten, nicht nur bei der Analyse von sozialer Interaktion oder Spracherleben, sondern auch, wenn es um sprachpolitische Fragen geht, wie z. B. Umgang mit sprachlicher Vielfalt, Sprachwechsel, Sprachrückforderung oder -revitalisierung. \r\n\r\nAusgehend von meinen Erfahrungen im Bereich der Minderheitenforschung werde ich zeigen, wie bestimmte sprachbezogene Phänomene, die auf den ersten Blick schwer zu erklären sind, erst dann verständlich werden, wenn man sie als Spuren vergangener (erlebter oder transgenerational übertragener) traumatischer Erfahrungen versteht. \r\n\r\nAnschließend werde ich verschiedene Kontexte ansprechen, in denen die komplexe Wechselbeziehung zwischen Sprache und Trauma deutlich wird: Sprache kann eine zentrale Rolle in traumatisierenden Ereignissen spielen wie z.B. in Fällen von Sprachverbot, verbaler Gewalt, Hassrede oder Verfolgung und Diskriminierung aufgrund von Sprachgebrauch. Sprache ist auch im posttraumatischen Prozess präsent, sei es bei der Verbalisierung traumatischer Erfahrung oder dadurch, dass sie dafür nicht zur Verfügung steht, sei es als Trigger für Flashbacks oder als Ressource für Resilienz. 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Fewer work has been done on the effect of the contact between English and other important languages in countries where English is considered a second language (L2 language) and its imprint on the syntactic structure of these varieties of English. In my BA thesis, I have begun to examine the correlation between the influence of first languages being contact languages (L1 languages) and the structural complexities of certain varieties of English leaving behind the actual point of interest in deletion and addition of syntactic features in correlation with language contact. For the purpose of this presentation, I would like to return to this core idea: the connection between Mesthrie and Bhatt’s (2008) ‘deleter-preserver’ continuum, which puts varieties of Asian Englishes on the end of deleters and varieties of African Englishes on the end of preservers. I will focus on the influence of Swahili as L1 language on Kenyan English (KenE) and Cantonese as L1 language on Hongkong English (HKE). As for my thesis, the data is mainly taken from Kortmann et al.’s (2020) The Electronic Atlas of Varieties of English (eWAVE), Setter et al. (2010), and Buregeya (2019) who have specialized on the two varieties under research. This approach should allow me to identify certain aspects of deletion and preservation (addition) in KenE and HKE respectively and tie them to the syntactic influence of the two contact languages. ","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"716c3bd0-4a5f-57d4-ad96-26afeea90b02","id":959,"image":null,"name":"Julia Weinberger","public_name":"Julia Weinberger","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1050,"guid":"69fbe639-c3ef-4bb9-bef6-2378a9bd6a93","title":"The limitations of assessing the degree of language vitality: the example of Belarusian","language":"en","subtitle":null,"description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nThe talk will address the ambiguity of the status of the Belarusian language, which results from the controversy around the actual number of speakers of Belarusian, Russian, and Belarusian-Russian Mixed Speech as well as discriminatory practices by the Belarusian government. It will be shown how scientific research and decision-making can be affected by the lack of reliable sources and the incompetent formulation of language-related questions in the census.\r\n\r\n\r\n\u003cb\u003eReferences:\u003c/b\u003e\r\nBrown, N. A. (2007). Self-reported Russian and Belarusian language\r\nutilization in key economic, political, and social domains in Belarus. Russian Language Journal/ Русский язык, 57, 59-87. American Councils for International Education ACTR/ ACCELS.\r\nDouglas, N., Elsner, R., Krawatzek, F., Langbein, J. \u0026 Sasse, G. (2021). Belarus at a crossroads: attitudes on social and political change. ZOiS Report, 3 (March 2021).\r\nEthnologue (2023). SIL International. Retrieved from https://www.ethnologue.com/.\r\nHentschel, G., Brüggemann, M., Geiger, H. \u0026 Zeller, J. P. (2015). The\r\nlinguistic and political orientation of young Belarusian adults between East and West or Russian and Belarusian. International Journal of the Sociology of Language, 236, 133-154.\r\nItogi perepisi naselenija Respubliki Belarus’ 2019 goda [The results of the 2019 Census in the Republic of Belarus]. (2021). Minsk: Altiora Forte.\r\nLee, N. H. \u0026 Van Way, J. R. (2018). Assessing degrees of langauge\r\nendangerment. In K. L. Rehg \u0026 L. Campbell (Eds.) The Oxford Handbook of Endangered Languages (48-65). OUP.\r\nWorld Atlas of Languages (2021). UNESCO. Retrieved from\r\nhttps://en.wal.unesco.org/.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"Assessing the degree of language vitality is essential to inform language policies, but it also has a lot of limitations. The Belarusian language is a good example of how the existence of dialects and mixed speech varieties, a lack of high quality research, and discounting the role of the current state language policies can lead to an inaccurate assessment of the vitality of a language. The World Atlas of Languages (2021) and Ethnologue (2023) estimate the number of speakers in Belarusian at more than 1 million speakers, which results in Belarusian being considered a stable, or vital, language. This estimation is based on the results of the 2019 Census, which cannot be used as a re;iable resource because of a number of design faults. On the other hand, studies like those by Brown (2007), Hentschel, Brüggemann, Geiger \u0026 Zeller (2015), and Douglas et al. (2021) prove that the number of speakers of Belarusian is at least twice as little. Coupled with the discrimination Belarusian faces in education, government administration, and the media, it puts Belarusian at a higher threat than considered by language vitality catalogues.","speakers":[{"guid":"52758bb4-a393-5cba-a900-013f697ef4b3","id":927,"image":null,"name":"Ina Mezentsava","public_name":"Ina Mezentsava","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T11:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T11:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1065,"guid":"879f8ea8-e4f5-45ad-821d-2090dd82b0de","title":"The paradigm as a dynamic category","language":"en","subtitle":"Overcoming the boundary between morphological and grammatical paradigms","description":"The notion of (linguistic) paradigm has been used in numerous language models throughout the past century—e.g. Word and Paradigm Morphology (Blevins 2016) and Paradigm Function Grammar (Stump 2001). It is therefore quite surprising that paradigms have mostly been ignored when it comes to usage-based approaches, such as Construction Grammar. Recently however, some construction grammarians, like Diewald (2020), Politt (2022), and Audring (2022), have been advocating to (re-)introduce the notion of paradigm into constructivist frameworks to be able to account for certain phenomena in language that cannot be explained otherwise—such as “implicational relations, the diachronic processes of suppletion and layering, and the impact of paradigm pressure” (Diewald 2020: 306). \r\nWhile the assumed purposes of paradigms in both more traditional paradigm-related approaches, such as in Blevins (2016), and novel constructivist approaches, such as in Diewald (2020), seem to be more or less in line, there are significant differences when it comes to the nature of the paradigm itself: While the former defines the paradigm as a “set of grammatical words” that are related to a common morphological base or lexeme (Blevins 2016: 64), the latter considers paradigms to be “hyper-construction[s] highlighting the categorical, non-gradient specifics of grammatical categories”, leaving morphology and lexical features aside (Diewald 2020: 277–278). However, there are cases where this limitation to either morphological or grammatical paradigms seems difficult to uphold. Let us consider preterite-present verbs in Germanic languages, for example: This verb class historically goes back to inflectional verb forms with a strong perfect stem (i.e. a grammatical sub-paradigm) that have become independent inflectional paradigms (i.e. a morphological verb class) over the course of time (c.f. Braune 2004). Therefore, the questions may be asked: Is there a way that we could account for both morphological and grammatical paradigms in a constructivist framework?\r\nIn this talk, I aim at unifying both approaches by proposing an alternative that does not limit paradigms to either morphological or grammatical features, but instead assumes paradigmatization (the building of paradigms) to be a dynamic concept that can occur on multiple “levels of representation” (Jackendoff \u0026 Audring 2020: 10). This is justified by proposing that the cognitive mechanism behind paradigmatization is identical with the mechanism behind (non-linguistic) categorization, meaning that paradigms are dynamic linguistic categories whose members are constructions.\r\nThis talk will further explore how the proposed theory could be tested empirically with methods already established for other forms of cognitive categorization. One example would be to investigate whether priming effects—as they have already been observed for non-linguistic categories (c.f. Ray 2008)—can also be observed for constructions that are related either by grammatical features or a common morphological basis. If the assumption that paradigms are categories is correct, we would expect a) that priming effects can be observed in general, and b) that priming effects between morphological and grammatical paradigms do not differ significantly.\r\nReferences:\r\nBlevins, James P. 2016. Word and Paradigm Morphology (Oxford linguistics). Oxford, United Kingdom: Oxford University Press.\r\nBraune, Wilhelm. 2004. Althochdeutsche Grammatik I. De Gruyter. \r\nDiewald, Gabriele. 2020. Paradigms Lost – Paradigms Regained. In Lotte Sommerer \u0026 Elena Smirnova (eds.), Nodes and Networks in Diachronic Construction Grammar (27), vol. 27, 278–315. Amsterdam: John Benjamins Publishing Company.\r\nJackendoff, Ray \u0026 Jenny Audring. 2020. The Texture of the Lexicon: Relational Morphology and the Parallel Architecture. Oxford, New York, NY: Oxford University Press.\r\nPolitt, Katja. 2022. Formen und Funktionen von Paradigmen. Peter Lang Verlag.\r\nRay, Suchismita. 2008. An Investigation of Time Course of Category and Semantic Priming. The Journal of general psychology 135(2). 133–148.\r\nStump, Gregory T. 2001. Inflectional morphology: A theory of paradigm structure (Cambridge studies in linguistics 93). Cambridge: Cambridge University Press.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":"/system/events/logos/000/001/065/original/7y7qdu.jpg?1694447276","type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Theoretical Linguistics","abstract":"The notion of paradigm has been used in numerous language models, but has mostly been ignored when it comes to usage-based approaches to language, such as Construction Grammar. However, some construction grammarians have been advocating to (re-)introduce the notion of paradigm into constructivist frameworks, in order for the grammar to be able to account for certain phenomena in language that cannot be explained otherwise. While the assumed purpose of paradigms seems to be more or less in line when comparing more traditional approaches to novel constructivist approaches, there are significant differences when it comes to the nature of the paradigm itself: While the former defines paradigms in terms of morphological features, the latter considers paradigms to be a set of constructions, pertaining to certain grammatical category, and leaving morphology aside. In my talk, I offer an alternative approach that aims to unify both concepts.","speakers":[{"guid":"9deec747-cb50-5b97-acaa-9aa6e3dc06d1","id":461,"image":"/system/people/avatars/000/000/461/original/DSC03147_-_Copy.jpg?1714742998","name":"Rafael Soto Setzke","public_name":"Rafael Soto Setzke","email":"rafael.sotosetzke@ru.nl","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:55:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1056,"guid":"f1612632-edf8-480a-a37e-0ec7bba14333","title":"The Ruins of the Tower of Babel","language":"en","subtitle":"The Effort to Unite Humanity in One Language","description":"\u003cb\u003eThis talk will be streamed online and shown in the indicated room.\u003c/b\u003e\r\n\r\nI will start my presentation with a main story, a story that probably all of us heard before, in which we once spoke the same language, but out of our greed we got seperated into different tribes and tongues. ( Genesis 11: 1-9)\r\nIn the further parts, I will connect the effort of mankind to get connected with one language with this story, showing this effort as a revenge for the tower of Babel. \r\nIn order to do so, first I will start with literary languages like Latin but also emphasizes the fact that they were only a bridge among scholars and clerks. Then I will continue with giving insights about constructed languages with the idea to learn one human-created language to understand everyone. When one talks about consructed languages, one must mention Esperanto, the most popular among constructed languages. I will tell what kind of vision L.L. Zamenhof had and how his vision has failed. \r\nOur second and last stop on constructed languages is Volapük, not because it is an amazing constructed language but because the creator Johann Martin Schleyer, a german catholic priest started creating this language after the god told him in his dream to create a language for all humankind, a nice referance to our story in Genesis. \r\n\r\nAfter giving historical information about the constructed languages, I would like to focus on contemporary success of English as world language and discuss further if other languages claim to be the lingua franca in the future. \r\nAnd as a paramthese, I would like mention the future of endangered languages and how the way to one common language and maybe many hybrid languages would even worsen this sutiation.\r\nWithour further judgement, I will move to my last part, the future of language in the scope of technology. I will give examples about how the technology may effect our process of understanding each other. I want to mention what is being improved right now and discuss what may happen in the close future. \r\nAnd for the last part I am contacting Interprefy, an AI powered simultanous interpretation software to use the software for interpreting the last part of my speech(2-3 minutes) to German via a speaker. \r\nAnd my point in this last part is going to be: It is very difficult for us to foresee whether the desire of humanity to unite in a single language will be realized by the innovations of technology, the formation of hybrid languages, the extinction of languages or the learning of an artificial language by everyone, but it seems that humanity's challenge to the Babylonian narrative will continue for many years to come.\r\n","duration":1800,"time_slots":6,"logo":"/system/events/logos/000/001/056/original/Screenshot_2023-08-31_180336.png?1693513459","type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Sociolinguistics","abstract":"The paper with the title \"The Ruins of the Tower of Babel\" explores the fascinating interplay between language, unity, and diversity by firstly examining the historical journey of artificial languages, focusing on Esperanto and Volapük, in light of the biblical Tower of Babel narrative. While the quest for a universal language has been driven by desires of global understanding and harmony, the complexities of this attempt are unveiled through the stories of these two languages.\r\nEsperanto, conceived as a beacon of unity, faced challenges during its proposal for international adoption, clashing with Nazi ideologies and suffering suppression during that era. Volapük, despite an early international surge, eventually yielded ground to other artificial languages. These narratives reflect the intricate relationship between linguistic convergence and the diverse forces shaping human interactions.\r\nCentral to this exploration is the question of whether linguistic unity truly fosters peace or inadvertently accentuates differences. The potential of shared language to facilitate empathy and cross-cultural dialogue is compared against historical instances where shared languages did not preclude inter-group conflict. The study acknowledges the nuanced dynamics that influence these outcomes.\r\nThe paper considers contemporary implications, including the prevalent dominance of English and the endangered state of minority languages. Technological advancements, particularly in translation, emerge as pivotal in shaping the linguistic landscape. However, this progress introduces a dichotomy: while it enables seamless communication, it also necessitates reliance on intermediary platforms.\r\nIn closing, the text offers some ideas about the future of language unification. Will technological innovations, hybrid languages, or artificial languages achieve the sought-after linguistic unity? The enduring resonance of the Tower of Babel narrative prompts a reevaluation of humanity's intimate relationship with language, unity, and diversity, casting a critical light on the trajectory of our shared linguistic aspirations.\r\n","speakers":[{"guid":"a6d59f59-5292-5c0d-acb2-86fbbf0c23c7","id":930,"image":"/system/people/avatars/000/000/930/original/modified.jpg?1745486315","name":"Ömer","public_name":"Ömer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T14:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T14:30:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1043,"guid":"291da16b-1f10-424a-a910-c4d9ca14d7da","title":"Transparenz sprachlicher Mittel im Rechtsrock","language":"de","subtitle":null,"description":"Dieses Poster beschäftigt sich damit, wie explizit extremistische Merkmale im Rechtsrock auftauchen und mit welchen Strategien rechtsextremes Gedankengut verschleiert dargestellt wird.\r\nMerkmale des Extremismus nach Berger (2018) sind unter anderem ein starres In- und Outgroup-Konzept und der Aufruf zur Gewalt gegen die Outgroup, wobei \"Gewalt\" breit ausgelegt werden kann. Ausgehend davon sind unsere Forschungsfragen die folgenden:\r\n\r\n\t* Wie zeigen sich diese Merkmale auf der sprachlichen Ebene?\r\n\r\n\t* Oft kann man die Texte nur mit Grundlage von ideologiegebundenem Wissens als rechtsextrem erkennen (Schilden 2013, Steimel 2020). Was sind hier die Strategien der Chiffrierung?\r\n\r\nUm diese Fragen zu beantworten wurde ein Korpus erstellt, bestehend aus im Internet zugänglichen Liedtexten der acht Rechtsrock-Bands Absurd, Faustrecht, Gigi und die braunen Stadtmusikanten, Die Lunikoff Verschwörung, Noie Werte, Sleipnir, Spirit of 88, und Stahlgewitter. Diese sind größtenteils durch die Bundeszentrale für politische Bildung bereits als explizit rechtsextremistisch bekannt.\r\n\r\nIn der Untersuchung von Trigrams und Kollokaten hochfrequenter Wörter zeigten sich explizit rechtsextreme Formulierungen und Schlagwörter wie \"schwarz, weiß, rot\" und \"Kraft für Deutschland\". Außerdem finden sich darin weitere extremistische Narrativ-Fragmente wieder, welche zu Bergers Charakterisierung passen, z.B. die Andeutung einer Bedrohung und der daraus resultierende rechtmäßige Kampf gegen die Outgroup. Weniger explizit sind hingegen einige Umschreibungen, Codierungen, Implikaturen und andere sprachliche Mittel in den Daten, die auf ein extremistisches Bild hinweisen, z.B. Zahlencodierungen oder Sonnensymboliken.\r\n\r\nDie Ergebnisse des Projekts unterstreichen die Schwierigkeit bei der Identifikation solcher Narrative und Symboliken für den naiven Hörer sowie das gefährliche Rekrutierungspotential dieses Genres.\r\n\r\nBerger, John M. 2018. Extremism (The MIT Press Essential Knowledge Series). Cambridge, MA: The MIT Press.\r\nSchilden, Frank. 2013. „Man muss in der Szene auch nicht viel erklären.“–Ideologiegebundene Lexik und Argumentation bei LANDSER, KATEGORIE C und FREI. WILD. Impressum JEX Journal EXIT-Deutschland. 32.\r\nSteimel, Ingo Heiko. 2020. Rechtsrock - Camouflage und Mimikry. https://rechtsrock.de/wp-content/uploads/2021/10/Rechtsrock-Camouflage-und-Mimikry.pdf.","duration":900,"time_slots":3,"logo":null,"type":"Poster","do_not_record":false,"track":"Corpus Linguistics","abstract":"Dieses Poster beschäftigt sich damit, wie explizit extremistische Merkmale im Rechtsrock auftauchen und mit welchen Strategien rechtsextremes Gedankengut verschleiert dargestellt wird.","speakers":[{"guid":"39282b09-7ffd-5a88-84a7-c5026397664b","id":612,"image":null,"name":"Carlotta Schneeberger","public_name":"Carlotta Schneeberger","email":"carlotta.schneeberger@hhu.de","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"353bd5cb-d5ba-54e2-ad9f-77249b998318","id":578,"image":"/system/people/avatars/000/000/578/original/MogensMastracchio-Small-150x150.jpeg?1697723415","name":"Mogens Mastracchio","public_name":"Mogens Mastracchio","email":"brmas100@hhu.de","abstract":"(at) mostracchio","description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T12:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T12:45:00.000+02:00","room":{"name":"List of posters on saturday","id":142}},{"id":1098,"guid":"58b17705-b4fd-43fd-80e1-bcc62f6d192d","title":"Two languages = two selves? ","language":"de","subtitle":"Sprache und Denken in der Bilingualismusforschung","description":"„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt\". Man kann kaum ein Interesse für Sprache haben und/oder Linguist:in sein ohne dieses Zitat von Wittgenstein einmal gehört zu haben. Und wer es dann schon mehrfach gehört hat, kann es irgendwann im Schlaf zitieren. Allerdings spiegelt die Anzahl der Texte, die mit diesem Zitat eingeleitet werden - ja, wie auch dieser hier :) -, wider, wie viel weiterhin darüber nachgedacht wird, ob Sprache einen Einfluss auf unser Denken hat und falls ja, wie dieser Einfluss zu definieren ist.\r\nHierbei bilden mehrsprachige Sprecher:innen besonders interessante Versuchspersonen, da sie es gewohnt sind, zwischen verschiedenen Sprachen und kulturellen Frames zu wechseln. Bleibt man bei Wittgensteins Wortlaut, so stoßen mehrsprachige Menschen regelmäßig an die Grenzen einer Sprache und können sich beispielsweise beim Code-Mixing dafür entscheiden, diese mithilfe einer anderen Sprache zu überwinden. \u2028Wenn Sprache tatsächlich unser Denken beeinflusst, denken dann mehrsprachige Personen anders, je nachdem welche Sprache sie verwenden? Wenn Sprache unser Denken nicht beeinflusst, wie lässt sich dann erklären, dass bilinguale Sprecher oft den Eindruck haben, dass ein Wechsel der von ihnen gesprochenen Sprache einen Einfluss auf ihr Denken hat? Diese und ähnliche Fragen legen nahe, dass die Erforschung des Bilingualismus entscheidend dazu beitragen kann, den Zusammenhang zwischen Sprache und Denken besser zu verstehen. \r\nDarüberhinaus werden in Diskussionen zum Thema Sprache und Denken in der Regel Beispiele auf Wort- oder Satzebene angeführt - welche Farben in einer bestimmten Sprache eine eigene Bezeichnung besitzen oder wie viele Begriffe die Inuit für 'Schnee' haben. Etwas anders, aber nicht weniger interessant, sind die Erkenntnisse der ausgewählten Studien aus der Narrations- und Emotionsforschung mit mehrsprachigen Teilnehmenden, die ich vorstellen möchte. Ein Vortrag zu sprachlicher Relativität also, der ein wenig über Sapir und Whorf hinausgehen soll. ","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":null,"speakers":[{"guid":"09dcf426-96e8-5cd3-b3d5-1784f67c08a2","id":960,"image":null,"name":"Laura Di Lizio","public_name":"Laura Di Lizio","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1118,"guid":"5e85b167-89b1-488b-8df6-be6fd30bd166","title":"Typisch Österreichisch?","language":"de","subtitle":"Untersuchung lexikalischer Variation im Spezialforschungsbereich \"Deutsch in Österreich\"","description":"In unserem Vortrag stellen wir den Spezialforschungsbereich Deutsch in Österreich vor, der sich mit den Varietäten des Deutschen im ganzen Land beschäftigt. Von Dialekten bis hin zum Standard wird an drei Universitäten (Wien, Salzburg, Graz) und der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu unterschiedlichen Fokuspunkten geforscht.\r\nAn den sogenannten Austriazismen, die dem Taskcluster B „Variation und Wandel des Deutschen in Österreich“ zugeordnet werden, zeigen wir beispielhaft, welche Methoden verwendet werden, um variationslinguistisch zu untersuchen, wie Menschen in Österreich sprechen.\r\n\r\nEin Aspekt der Variation ist eben auch der Wandel im Laufe der Zeit. Aus diesem Grund werden zur Erforschung dieser Dimension Daten aus dem Deutschen Wortatlas herangezogen, ein Dialektatlas aus dem 20. Jahrhundert, der Vergleichsdaten liefert.\r\nWir selbst sind studentische Mitarbeiter*innen, die an unterschiedlichen Teilen der Ergebnisse mitgearbeitet haben und euch im Zuge der Präsentation einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben wollen.","duration":3600,"time_slots":12,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":null,"speakers":[{"guid":"0c379d8a-bcab-56b3-b506-51c8b424795d","id":926,"image":null,"name":"Claudia Mattes","public_name":"Claudia Mattes","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"aed3da8f-e5bb-5588-8a2e-55f1dd284ac1","id":724,"image":null,"name":"Susanne Schmalwieser","public_name":"Susanne Schmalwieser","email":"susanne.schmalwieser@gmail.com","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":974,"image":null,"name":"Veronika Höbart","public_name":"Veronika Höbart","abstract":null,"description":null,"links":[]},{"guid":"6c11a08a-9cf4-5f73-b7bb-e9ce8fe200de","id":975,"image":null,"name":"Alexandra Rotterbauer","public_name":"Alexandra Rotterbauer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-27T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T11:00:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 1","id":138}},{"id":1078,"guid":"59cfe7d4-bd0a-43fa-968b-f54fe866731e","title":"Vermittlung von regionalen Varietäten im Deutsch-als-Fremdsprache-Unterricht","language":"de","subtitle":"Ein Ansatz unter Einbeziehung des Standard-Dialekt-Kontinuums","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"Obwohl Deutsch eine pluriareale Sprache ist, wird in DaF-Lehrwerken in der Regel nur die nord-bundesdeutsche Standardvarietät vermittelt. Wenn regionale Varietäten thematisiert werden, geschieht dies anekdotisch - ohne erkennbaren systematische Ansatz - und geht nur selten über lexikalische Elemente hinaus. Doch wie kann so ein:e DaF-Lernende:r lernen eine mehr oder weniger stark regional gefärbte Varietät zu verstehen? Wie könnte ein Unterrichtsansatz aussehen? Der Vortrag wird dieser Frage nachgehen und einen Ansatz vorstellen, der das Kontinuum zwischen Standardsprache und Dialekt miteinbezieht und dies anhand des Schwäbischen illustrieren.","speakers":[{"guid":"fad8917a-2db0-5b58-a510-b54007ebfbf4","id":939,"image":null,"name":"Antonia Kurz","public_name":"Antonia Kurz","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T15:30:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:55:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1067,"guid":"80864f18-208e-401a-ae18-1d62f3d11155","title":"Visualization of toponym distributions with R","language":"en","subtitle":"an R package","description":null,"duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"The analysis of toponyms can open up questions concerning language contact, history, movements and more. \r\nAs a tool for such an endeavor, we created an R package that lets users find interesting toponyms, analyze data frames, compare regions, produce simple statistics and most notably generate maps of given toponyms.\r\nWe will present the main functionalities and give illustrative examples from different areas of the world. Technical details will be left out but can be provided afterward.","speakers":[{"guid":"c38842c5-6380-5016-85e9-d2593762ed4d","id":625,"image":null,"name":"Lennart Chevallier","public_name":"Lennart Chevallier","email":"l.chevallier@isfas.uni-kiel.de","abstract":null,"description":null,"links":[{"url":"https://github.com/Lennart05","title":"GitHub"},{"url":"https://orcid.org/0009-0009-6800-1206","title":"ORCID"}]}],"start_time":"2023-10-26T15:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T15:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1062,"guid":"b599a9f0-f37d-4f7c-9de8-a3fce4dc5fd6","title":"Wem geht noch der Arsch auf Grundeis?","language":"de","subtitle":"Was typologische Sprachdaten über Ekmans Emotionstheorie aussagen","description":"Laut Ekmans (1980, 2016) Emotionstheorie gibt es sieben grundlegende und angeborene Emotionen: Freude, Wut, Ekel, Furcht, Verachtung, Traurigkeit und Überraschung. Dies bedeutet, dass jeder Mensch diese Emotionen gleich ausdrückt und auch klar identifizieren kann, unabhängig von Sozialisation und Herkunft. Jeder weiß wann man Angst hat, wie sich Angst anfühlt, und wie Angst bei anderen Leuten aussieht.\r\n\r\nIn diesem Vortrag soll dies aus linguistischer Perspektive für die Emotion 'Angst' untersucht werden, da Sprache zeigen kann, wie wir unsere Erfahrungen, und darunter auch das Erleben von Emotionen, verstehen. Die Annahme ist, dass der Emotionsausdruck nicht nur auf dem Gesicht gleich sein sollte sondern auch im sprachlichen Ausdruck, dass also zum Beispiel die Emotion 'Angst' cross-linguistisch gleich konzeptualisiert wird.\r\n\r\nEs wird sich mit folgender Forschungsfrage beschäftigt:\r\n\t* Passen typologische Sprachdaten zur Emotion 'Angst' zu Ekmans Emotionstheorie?\r\n\t\r\nDazu wurden Daten aus verschiedensten Sprachen gesammelt (Koreanisch, Deutsch, Akan, Ukrainisch, ...) und verglichen, mit Hinsicht auf deren Umschreibung der Emotion.\r\n\t\r\nNach Analyse der Sprachdaten zeigt sich, dass es zwar einige Gemeinsamkeiten gibt, sich diese aber durch Sprachkontakt erklären lassen und außerdem nicht einzigartig für 'Angst' sind. Neben zwei allgemeinen Constraints gibt es zu viel Variation um von angeborenen Emotionen zu sprechen. Erlernte Emotionskonzepte, wie sie Barrett (2017) beschreibt, sind daher wahrscheinlicher.\r\n\r\n• Barrett, Lisa Feldman. 2017. How emotions are made: the secret life of the brain. Pan Macmillan.\r\n• Ekman, Paul, Wallace V Freisen \u0026 Sonia Ancoli. 1980. Facial signs of emotional experience. Journal of\r\npersonality and social psychology 39(6).1125.\r\n• Ekman, Paul. 2016. What scientists who study emotion agree about. Perspectives on psychological science\r\n11(1). 31–34.","duration":1800,"time_slots":6,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"Ekmans Emotionstheorie besagt, dass es Basisemotionen gibt, deren Ausdruck und Erkennen allen Menschen angeboren ist. Diese typologische Studie widerspricht dieser Theorie, da sie viel Variation in dem Konzept der 'Angst' in verschiedenen Sprachen aufzeigt.","speakers":[{"guid":"39282b09-7ffd-5a88-84a7-c5026397664b","id":612,"image":null,"name":"Carlotta Schneeberger","public_name":"Carlotta Schneeberger","email":"carlotta.schneeberger@hhu.de","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-26T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-26T12:30:00.000+02:00","room":{"name":"Hofburg Raum 2","id":139}},{"id":1055,"guid":"ffaf4ce7-c86b-4bf6-8403-47f34da0045d","title":"What the Chat(-GPT)!?","language":"de","subtitle":"Über die gesellschaftliche Konstruktion technischer Helferlein.","description":"Die Veröffentlichung des neuronalen Sprachmodells ChatGPT markiert einen Paradigmenwechsel in der Linguistischen Pragmatik. Einerseits verdeutlicht die mediale Faszination für dieses Modell, inwiefern datenleitete Sprachmodellierungen (aus der Perspektive der medialen Öffentlichkeit) unerwartete Fertigkeiten im Bereich der Prozessierung und Generierung natürlicher Sprache verfügen. Andererseits integriert sich die sprachliche Kommunikation mit sogenannter 'künstlicher Intelligenz' ('KI') zunehmend im Schreib- und Lese-Alltag weiter Kreise der Gesellschaft.\r\n\r\nIm Rahmen dieses Vortrags werden zwei unterschiedliche Ansätze zur linguistisch-pragmatischen Untersuchung natürlicher Kommunikation mit und durch ChatGPT diskutiert. Anhand zweier explorativer Studien wird dargelegt, inwiefern die Bedeutung neuronaler Sprachmodellierung für die Theoriebildung der linguistischen Pragmatik nicht unterschätzt werden sollte und welche Fragestellungen anhand der aus der Nutzung von ChatGPT resultierenden Datentypen beantwortet werden können.\r\n\r\nIm ersten Teil des Vortrags wird eine Studie skizziert, welche mithilfe eines Medienkorpus vorherrschende Konzeptionen von ChatGPT in den Medien zu identifizieren sucht und beschreibt, wie über das Nutzungs- und Kommunikationsverhalten mit 'KI' in den Medien berichtet wird. Inspiriert von konstruktivistischen Sprachtheorien, welche die Wechselwirkung zwischen Benennungen und der jeweiligen Wahrnehmung des Benannten betonen (vgl. Gardt 2018), untersucht die Studie den Einfluss unterschiedlicher Benennungen für ChatGPT (z.B. Chatbot, Sprachmodell, KI, LLM etc.) auf dessen Nutzung, Beschreibung und Bewertung in der medialen Berichterstattung.\r\n\r\nDer zweite Teil des Vortrags stellt ein sich im Aufbau befindendes Korpus vor, welches Nutzungsdaten von ChatGPT für (sprach-)wissenschaftliche Zwecke sammelt. Ziel ist es, Fragen bezüglich der natürlichen Kommunikation mit ChatGPT zu beantworten. In diesem Zusammenhang ergeben sich insbesondere Fragestellungen zur methodischen Herangehensweise an diese Textart, zur textlinguistischen Analyse solcher Texte sowie zu den Auswirkungen dieser innovativen (chatbasierten) Art zu Schreiben auf etablierte Schreibpraktiken und die Zukunft der Schriftproduktion.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":"/system/events/logos/000/001/055/original/Illu_GPT_credited.jpg?1694614090","type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Corpus Linguistics","abstract":"Dieser Vortrag beleuchtet neue Impulse für die Linguistische Pragmatik, welche durch die Veröffentlichung des neuronalen Sprachmodells ChatGPT zutage getreten sind. Anhand von explorativen Studien werden zwei Möglichkeiten zur Analyse der Wechselwirkung von Sprachgebrauch und sogenannter 'KI' dargelegt.","speakers":[{"guid":"450f92c3-da8f-5f3f-9e3f-c7abe8bc2498","id":931,"image":"/system/people/avatars/000/000/931/original/FotoDS_SandroWick.jpeg?1693493988","name":"Sandro Wick","public_name":"Sandro Wick","abstract":"BA in Germanistik und Religionswissenschaft (Universität Zürich und University of London)\r\nAktuell: Masterstudent in Germanistischer und Digitaler Linguistik (Universität Zürich)\r\nArbeitet ausserdem als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Dr. Christa Dürscheid und als Werkstudent in der Stiftsbibliothek St. Gallen","description":"Meine gegenwärtigen Hauptinteressen liegen im Bereich der linguistischen Pragmatik, der Beziehung zwischen der Systemtheorie und der Sprachwissenschaft und im Bereich der kulturlinguistischen Untersuchung von Schreibpraktiken im Wandel, insbesondere im Zusammenhang mit neuronalen Sprachmodellen. Generell möchte ich mich in meinen Studien verstärkt mit dem Potenzial maschinellen Lernens sowohl als Methode als auch als Objekt der Linguistik auseinandersetzen und Open Data und Open Science sowohl in der Lehre als auch in der Forschung gezielt fördern. ","links":[{"url":"https://www.ds.uzh.ch/static/cms/pfs/personen.php?detail=1368","title":"Profil auf der Webseite des Deutschen Seminars"},{"url":"https://www.linkedin.com/in/sandrowick/","title":"LinkedIn-Profil"}]}],"start_time":"2023-10-27T12:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-27T12:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 2","id":141}},{"id":1093,"guid":"a31f177e-0965-4a07-ad75-ef5689e89d7a","title":"Word separation in the Old Turkic runiform script","language":"en","subtitle":null,"description":null,"duration":900,"time_slots":3,"logo":null,"type":"Poster","do_not_record":false,"track":"Historical Linguistics","abstract":"During the early middle ages, the Turkic peoples of Central Asia used their own runiform script to write down their histories and dedicate gravestones. This tradition spans at least two centuries and spreads over a large geographic area. The script itself is mostly alphabetic, but also shows characteristics of other types of scripts. Old Turkic draws from a diverse set of contact scripts and combines different features in a unique way. One particular aspect is the usage of punctuation to divide phonological, morphological and syntactic units. Trends and variations in word separation give us clues on how the writers of the runiform texts perceived the phonology and morphology of their own language.","speakers":[{"guid":"1c40bd90-de49-54b0-94ec-68333835b4d5","id":951,"image":null,"name":"Florian Fischer","public_name":"Florian Fischer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T13:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T13:15:00.000+02:00","room":{"name":"List of posters on saturday","id":142}},{"id":1120,"guid":"4ee2fd5e-ed62-4ac7-bcf5-540601809d90","title":"Workshop zum wissenschaftlichen Umgang mit Excel","language":"de","subtitle":null,"description":"Dieser Workshop bietet eine Einführung in die Nutzung von Excel als leistungsfähiges Tool für geisteswissenschaftliche Forschungsprojekte, insbesondere im Bereich der Linguistik. 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Ket has several\r\ntypological peculiarities that make it an interesting object of research for comparative \r\nlinguistics: One of the most nameworthy features is the polysynthetic character of the Ket verbal \r\ncomplex. \r\nResearchers have deemed different criteria obligatory for a language to be polysynthetic. One \r\nof the more uncontroversial criteria is nominal incorporation. Ket, among a variety of other \r\nlanguages across the globe, can incorporate nouns into verbal stems, producing constructions \r\nsuch as the following:\r\n\r\nda -tukun -bat -o -il -kit\r\n3SG.F.SBJ -comb -1SG.OBJ -TH -PST -stroke\r\n\"She combed me.\"\r\n\r\nNominal incorporation is also an important part of Baker's \"polysynthesis parameter\" theory: \r\nAccording to Baker, polysynthesis is characterised by the activity of a macroparameter \r\nconsisting of two parts, one of which is nominal incorporation. This theory, in turn, is based on \r\nthe assumption that nominal incorporation is nothing more than syntactic movement in the \r\nsense of Chomsky's \"government and binding\" theory. \r\nIn my bachelor's thesis, I studied different types of nominal incorporation in Ket using the \r\nnarrow criteria set by Baker. The aim was to find out whether the polysynthesis parameter is \r\nactive in Ket, and consequently whether Ket is polysynthetic in Baker's sense. \r\nThe results show that only one type of nominal incorporation in Ket fulfils Baker's criteria: \r\nThus, Ket cannot be considered strictly polysynthetic according to Baker. However, the results\r\nalso show that there is still a lot of work to be done concerning lexicalisation processes: When \r\ncan instances of incorporation be assumed to be cemented in the lexicon of the speaker? And \r\nwhich devices can be used to find this out?","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Typology and Variational Linguistics","abstract":"Baker's \"Polysynthesis Parameter\" offers a generativist definition for the phenomenon of polysynthesis.\r\nIn my bachelor's thesis, I aimed to find out whether the Yeniseic language Ket fits into this concept. (Spoiler: It doesn't, but Ket still rocks.)","speakers":[{"guid":"f18223fa-a48f-5eac-b0bc-af333c8e296b","id":872,"image":null,"name":"Eva Schleitzer","public_name":"Eva Schleitzer","abstract":null,"description":null,"links":[]}],"start_time":"2023-10-28T10:00:00.000+02:00","end_time":"2023-10-28T10:25:00.000+02:00","room":{"name":"NIG Raum 1","id":140}},{"id":1081,"guid":"5c14ff86-077c-4516-8e6e-f04bd63644f9","title":"Zeit, Tempus und Temporalität","language":"de","subtitle":"Kognitive Modellierung und Versprachlichung von Vergangenem im Französischen und Deutschen","description":"Alles eine Frage der Perspektive: Die Welt scheint strukturiert durch Raum und Zeit. Dass Raum und Zeit selbst keine absoluten Größen sind, zeigte Albert Einstein in seiner Relativitätstheorie. Demnach können wir Raum und Zeit nur mithilfe unserer eigenen Bewegung begreifen, also relativ zu unserer eigenen Existenz. Sprache erlaubt es uns, die Welt aus unserer subjektiven, individuellen Perspektive heraus zu artikulieren; indem wir über Sprache verfügen, können wir also unsere eigene ergo relative Wahrnehmung jener per se relativen Dimensionen der Welt modellieren. Aus Sicht der Kognitiven Linguistik lassen sich Raum und Zeit als kognitive Basisdomänen beschreiben, Grundkonstituenten der Welterfahrung und ihrer Artikulation. Darüber, wie das kognitive Konzept ‚Zeit‘ in die sprachliche Kategorie ‚Temporalität‘ eingefasst wird, kann eine kontrastive Analyse, exemplifiziert am Französischen und Deutschen, genaueren Aufschluss geben. Der Fokus des Beitrags soll dabei auf den theoretischen Vorüberlegungen zu einer solchen Analyse liegen. Für den Nachvollzug der Modellierung von Zeit auf kognitiver und tiefensemantischer Ebene birgt eine paradigmenübergreifende Herangehensweise besonderen Erkenntnisgewinn. Im Zentrum stehen dabei Louis Hjelmslevs Konzeption des sprachlichen Zeichens, Noam Chomskys Suche nach einer Universalgrammatik und Ronald W. Langackers Konzeption des grounding. Diese breite Perspektive verdeutlicht, dass die Art und Weise der sprachlichen Gestaltung nicht a priori durch ein fixes grammatisches Regelsystem vorbestimmt ist; vielmehr ermöglicht eine Bandbreite unterschiedlicher Realisierungsstrategien dem Sprecher die Wahl derjenigen, die von seiner subjektiven – relativen – Warte aus die Wirklichkeit am besten wiedergibt. Zur Versprachlichung von Temporalität stehen neben dem jeweiligen Tempussystem der untersuchten Sprachen auch Temporaladverbiale sowie Prinzipien der Textkomposition und temporale Konnektoren zur Verfügung. Ihr Zusammenspiel erlaubt nicht nur die Unterscheidung von Tempusstufen, sondern insbesondere auch eine präzisere Ausdifferenzierung des Vergangenen bzw. „Erzählten“. Um diese Relationen zwischen kognitiver Verankerung und den Repräsentationsmöglichkeiten in verschiedenen Sprachen sichtbar zu machen, wird abschließend unter Rückgriff auf Harald Weinrichs Konzeption von Tempusperspektiven und Tempuswechseln ein entsprechendes Analyseraster vorgestellt.","duration":1500,"time_slots":5,"logo":null,"type":"lecture","do_not_record":false,"track":"Diverse","abstract":"Der Fokus des Beitrags liegt auf den theoretischen Vorüberlegungen zu einer kontrastiven Analyse des semantischen Phänomens 'Temporalität'. Eine paradigmenübergreifende Herangehensweise erlaubt den Nachvollzug der Versprachlichung zeitlicher Verhältnisse auf kognitiver, tiefensemantischer und konkreter einzelsprachlicher Ebene.","speakers":[{"guid":"e66de156-d8e7-5c11-8e91-e40493b5e33e","id":944,"image":"/system/people/avatars/000/000/944/original/Annika_Meyer.jpg?1694800090","name":"Annika S. Meyer","public_name":"Annika S. 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