Vortrag: Intensivierung oder Attenuation?

Typologische Untersuchung zum Effekt der vollen Adjektivreduplikation in den austronesischen Sprachen

Eine typologische Arbeit, welche die Verteilung der beiden Effekte (Intensivierung und Attenuation) der vollen Adjektivreduplikation in den austronesischen Sprachen untersucht.

Diese Arbeit untersuchte die Verteilung von Intensivierung und Attenuation als Effekt der vollen Adjektivreduplikation in der austronesischen Sprachfamilien. Sie gibt Einblick in Theorie zu Reduplikation, die austronesische Sprachfamilie und die Methodik einer quantitativen Bachelorarbeit.

Reduplikation ist ein morphologischer Prozess, bei dem Morpheme oder ganze Wörter wiederholt werden und eine neue Bedeutung erhalten. In den austronesischen Sprachen, welche in Südostasien und im Pazifik gesprochen werden, ist Reduplikation ein häufiges sprachliches Mittel für höchst unterschiedliche Zwecke. So hat die vollständige Reduplika-tion von Adjektiven in der austronesischen Sprachfamilie zwei Funktionen: Sie kann die Bedeutung verstärken (Intensivierung) oder sie kann die Bedeutung dämpfen (Attenuati-on). Wie sind diese zwei doch so gegenteiligen Funktion in der Sprachfamilie verteilt? Ist es ein areales Phänomen, ein genealogisches oder ist die Verteilung zufällig?

Um diese Frage zu beantworten, wurde ein Sample von 48 Sprachen erstellt. Die Parameter (auch Variablen genannt) des Samples sind die geographische Lage der Sprache, die Untergruppe der Sprache und der Effekt der vollen Adjektivreduplikation. Mit dem Fisher Exact Test wurden diese Daten in R ausgewertet und Schlussfolgerungen zur Verteilung gezogen.

Info

Tag: 20.11.2020
Anfangszeit: 16:15
Dauer: 00:30
Raum: Odille Morison
Track: Typology and Variational Linguistics
Sprache: de

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