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Workshop: Aber geht da nicht immer etwas verloren?

Wie wir Übersetzungen kritisieren

Im Diskurs über Literaturübersetzungen dominiert weiterhin meist eine Annahme: Da gehe doch immer etwas verloren. Oft gefolgt von der Aussage, dass man lieber das Original lese.
Schaut man in Literaturkritiken, die oft auch übersetzte Bücher behandeln, fällt auf, dass der Aspekt der Übersetzung kaum thematisiert wird. Mitunter werden nicht einmal die Namen der Übersetzenden erwähnt. Wird die Übersetzung erwähnt, wird sie häufig beurteilt, oft in wenigen Adjektiven wie: kongenial, stilsicher, flüssig, hölzern. Oder es werden vermeintlich misslungene Beispiele zitiert.
Kurzum: Der öffentliche Diskurs über Übersetzung, gerade der literarischen, wird ihrer Komplexität nicht gerecht. Oft fehlt ein Vokabular für diese unsichtbare Kunst.
In einer Mischung aus Workshop und Impulsvortrag sollen die Teilnehmer*innen für dieses Thema sensibilisiert und es sollen Vorschläge diskutiert werden, wie man über Übersetzungen sprechen könnte. Daran anschließend soll in einem Vortrag das Thema meiner Masterarbeit vorgestellt werden, welches sich mit der Frage der Übersetzungskritik in der übersetzerischen Ausbildung beschäftigt und ebenfalls thematisiert, wie schwierig es ist, eine (eigene) Übersetzung konstruktiv zu kritisieren.

Info

Tag: 16.05.2026
Anfangszeit: 11:00
Dauer: 01:00
Raum: DOR 24 1.101
Track: Translation
Sprache: de

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